Opfer der Germanischen Neuen Medizin

Opfer der Germanischen Neuen Medizin

Die pseudomedizinische Außenseiterlehre der Germanischen Neuen Medizin® (GNM) wurde seit 1981 vom deutschen ehemaligen Arzt Ryke Geerd Hamer eingeführt. Sie postuliert, bis dahin nie erreichte, Erfolgsraten von über 90% bei der Behandlung schwerer, lebensbedrohlicher Erkrankungen wie Krebs. Die von Befürwortern versprochenen Heilungsaussichten haben in der Vergangenheit viele Schwerkranke und deren Angehörige trotz fehlender Wirksamkeitsnachweise dazu bewogen, sich nach dieser Methode behandeln zu lassen. Grund dafür waren die unrealistischen Heilungsversprechen der GNM-Therapeuten.

Die tatsächlich bekannt gewordenen Krankheitsverläufe von GNM-Patienten zeigen jedoch, dass die propagierten Prognosen nichts mit der Realität zu tun haben und mehr dem Wunschdenken der Befürworter entsprechen.

Insgesamt sind mehr als 140 Tote nach GNM-Behandlungen bekannt,[1] wobei von einer erheblichen Dunkelziffer auszugehen ist. Andererseits konnten Hamer und seine Anhänger nicht einen dauerhaften Heilungsfall einer schweren Erkrankung nachweisen. Ein Teil der Opfer dieser Methode (z.B. Sören Wechselbaum) würde heute mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch leben, hätten sie nicht auf Hamer gehört. Patienten die nach der GNM-Methode behandelt wurden, mussten oftmals unter unvorstellbaren, vermeidbaren Schmerzen sterben, wie die nachfolgend dargestellten Krankengeschichten zeigen. Ein Beispiel dafür ist das Martyrium von Frau Michaela Jakubczyk-Eckert.

Einige drastische, wohldokumentierte Schicksale werden im Folgenden beispielhaft dargestellt. Mehrere weitere Krankengeschichten von GNM-Therapierten, die EsoWatch bekannt wurden, sind hier wegen unzureichender Dokumentation nicht aufgeführt.

Versagen der GNM in mehreren Hamer-Kliniken der 1980er Jahre

Spektakulär versagte Hamers GNM in den 1980er Jahren bei ihrer Erprobung und praktischen Umsetzung in mehreren Hamer-Kliniken, in denen der Wunderheiler in alleiniger Verantwortung ärztliche Entscheidungen treffen konnte. Zwei Journalisten der Wochenzeitung „Der Stern“ ermittelten kurz nach der Schließung der Hamer-Klinik Rosenhof und erfuhren, dass von 50 namentlich ermittelten ehemaligen Hamer-Patienten nur noch 7 am Leben waren.[2] Siehe auch aus dieser Schaffensperiode von Hamer: Der Fall Zemelka. Über die skandalösen Zustände in einer anderen Hamerklinik in Katzenelnbogen berichten drei ehemalige Mitarbeiterinnen in einem Rundfunkinterview, nachzulesen in dieser Abschrift.

1995: Olivia Pilhar (Österreich)

Das österreichische Mädchen Olivia war sechs Jahre alt, als es im Mai 1995 an einem Nierentumor erkrankte, dem Wilms-Tumor (Nephroblastom). Eine sofortige Chemotherapie und Operation wurde angeraten, eine Behandlung, die bei dieser Erkrankung eine 90-prozentige Heilungschance bringt. Sie ist allerdings schmerzhaft. Die Niere muss mitoperiert werden, die Haare gehen für eine Zeit lang verloren. Die Eltern wandten sich an eine Wiener ‚Natur-Ärztin‘ (offenbar Elisabeth Rozkydal). Diese vermittelte sie zu Ryke Geerd Hamer, dem bereits neun Jahre vorher die Approbation entzogen worden war. Er versprach, was sich die Eltern ersehnten: Zunächst vermutete Hamer Blähungen als Ursache für Olivias Bauchschmerzen und versuchte diese durch Reiben des Bauches zu beheben.[3] Dann meinte er, das Kind könne geheilt werden, ohne an einer Therapie leiden zu müssen. Er stellte seine eigene Diagnose: Olivia hätte einen ‚Verhungerungskonflikt‘ (weil ihr das Essen bei der Oma nicht schmeckte) und einen ‚Fluchtkonflikt‘, weil die Familie umgezogen sei. Hamer wörtlich: […] Bei Olivia hatte sie Leberkrebs, weil sie einen Verhungerungskonflikt hatte, weil die Mutter nicht mehr gekocht hatte und in die Schule gegangen war, und die Oma nun kochen musste, die immer Schnitzel nur briet […].[4] Hier ferndiagnostizierte Hamer also einen zusätzlichen Lebertumor und glaubt, dass ein kurz vorher stattgefundenes Ereignis innerhalb kürzester Zeit Krebs ausgelöst hätte. Aufgrund der Latenzzeiten bei Krebs ist dies unmöglich. Er riet der Mutter, ihren Beruf aufzugeben und beim Kind zu bleiben – das würde Olivia heilen. Den behandelnden Ärzten gegenüber erwähnten die Eltern zunächst nicht, dass sie Kontakt mit Hamer aufgenommen hatten. Unter Mithilfe von vier Mitgliedern der religiösen Sekte Fiat Lux[5][6][7] verbrachten die Eltern ihre Tochter nach Kärnten, dann nach München und schließlich nach Malaga (Hotel Las Vegas), in die Nähe von Hamer. Dem Kind ging es jedoch in Spanien nicht besser, im Gegenteil. Der Tumor vergrößerte sich und der Gesundheitszustand des Mädchens verschlechterte sich dramatisch. Von einem anfänglichen Volumen von 250 ml vergrößerte sich der Tumor auf 4,2 Liter (Größe eines Fußballs) und drückte bereits auf die verschleimte und entzündete Lunge, so dass Olivia hechelnd atmete. Später wuchs das Volumen sogar auf 6 Liter, die Beine waren geschwollen, das Blut konnte nicht mehr zum Herz zurück. Die Lunge war auf der rechten Seite zusammengefallen.[8] Ihr Bauch sah aus wie bei einer erwachsenen Frau, die Zwillinge erwartet, sagten die Ärzte. Ihre Blutwerte entsprachen denen von Hungerkindern der Dritten Welt, das Herz flatterte. Sie wimmerte vor Schmerzen. Von ‚Spiegel-TV‘ wurde die Familie in Spanien entdeckt. Hamer nutzte die Medienberichterstattung, um ins Bild und zu Wort zu kommen. Er drängte das kranke Mädchen zu einem Strandspaziergang vor laufender Kamera, um zu demonstrieren, wie „gut“ es ihr gehe und dass seine Methode die bessere sei. Den Eltern wurde schließlich in Österreich das Sorgerecht für sieben Jahre entzogen und das Kind nach Wien zurückgebracht, wo es mit einer Chemotherapie und einer Operation erfolgreich behandelt wurde. Während die Medien ein großes Interesse am „Fall Olivia“ hatten und einen unerträglichen Rummel um das Leid des Kindes veranstalteten, verkaufte Helmut Pilhar Fotos seiner Tochter an Zeitungen und versuchte, die Berichterstattung zu beeinflussen. Für die Erteilung von Senderechten erhielt das Paar 500.000 Schilling. Hamer versuchte in dieser Zeit, die Eltern enger an sich zu binden und versetzte sie in Dauerangst. So vermutete er öffentlich, dass die Tochter von den behandelnden Ärzten exekutiert werde und diagnostizierte schwere Krankheiten, die Olivia selbst nicht hatte: ein Lebertumor und ein Hirntumor (den es laut GNM aber gar nicht geben soll), Herzbeutelkrebs und ein „Sammelrohr-Karzinom“ der Niere. Auch hätte das Kind eine große Nierenzyste[9]. Auch verwies er immer wieder darauf, dass eine Chemotherapie 95% der Patienten töte. Seine Einflussnahme widerspricht dabei der von der GNM propagierten einfühlsamen, besonderen Beziehung zwischen Patient und Therapeut. Das Elternpaar Pilhar wurde schließlich zu 8 Monaten auf Bewährung verurteilt (Entziehung aus der Macht des Erziehungsberechtigten und fahrlässige Körperverletzung)[10]. Der Vater, Helmut Pilhar, lebt heute von Seminaren und Vorträgen über die GNM und gehört zum engsten Kreis der GNM-Befürworter. Seinen Beruf als Ingenieur gab er auf. Olivia überlebte die Krebserkrankung dank der effektiven Therapie und ist inzwischen eine erwachsene Frau geworden.[11][12][13] 2008 wurde bekannt, dass Olivia Pilhar sich bei einem Contest als Fotomodell bewarb und die als bildhübsch Bezeichnete dabei aufgrund ihres Kate Moss-Supermodelblickes in die engere Wahl von 3.000 Bewerberinnen geriet. In einem Interview mit der Zeitschrift Madonna äußerte sie sich zu ihrem aktuellen Gesundheitszustand und sagte wörtlich: […] es geht mir sehr gut […].[14][15] Nach Angaben aus dem Jahre 2010 des Chefredakteurs Pohl der österreichischen Zeitschrift „News“ verlange der Vater Helmut Pilhar 800.000 bis 1 Million Euro für ein Interview mit seiner Tochter Olivia. Pohl: ich bin auch schon 48 Jahre alt – würde wahnsinnig gern mit der Olivia Pilhar ein Interview machen. Jetzt weiß ich, der Herr Pilhar sagt. „Ja, das kostet 800.000 Euro oder eine Million Euro“, das zahlt mir natürlich in der Redaktion kein Mensch, ja?.[16]

1995: Helena Lumbreras (Spanien)

Helena (Elena) Lumbreras war 51 Jahre alt, als man 1987 einen Tumor in ihrer linken Brust entdeckte. Sie versuchte verschiedene alternative Behandlungsmethoden gegen ihre Krebserkrankung anzuwenden. Die Universitätsprofessorin und bekannte Francogegnerin (Regieassistentin von Fellini und Rosi) starb jedoch letztendlich unter entsetzlichen Schmerzen und hinterließ zwei Töchter von 20 und 22 Jahren und einen Ehemann. Helena Lumbreras begann mit Behandlungen durch einen Geistheiler (curandero), der sie vor den Wasserleitungen der Stadt Barcelona warnte, therapeutischem Hören von Mozartmusik und Anwendungen von Fotos mit Bildern von Kathedralen, die auf die Brust gedrückt werden sollten. Nach den Misserfolgen alternativer Methoden und dem weiteren Wachstum ihres Tumors sowie dem Auftreten einer Metastase in der Wirbelsäule wandte sie sich sehr spät nach der Beobachtung der ersten Symptome der wissenschaftlichen Medizin zu und unterzog sich einer Chemotherapie und einer Bestrahlungstherapie. Sie wandte sich danach erneut enttäuscht den alternativen Methoden zu und versuchte eine Fiebertherapie (Hyperthermie), die sie aber nicht gut vertrug und die wirkungslos war. Dann stieß sie zuletzt auf Hamers GNM. Der Tipp kam von einem Bekannten, der bei einem Fernsehsender arbeitete. Ihre Tochter Valeria erzählte später, dass Helena ein Hamerzentrum in Malaga anrief, wo man ihr versprach: In drei Wochen bist Du geheilt, wenn Du die Methode des Dr. Hamer anwendest. Helena folgte blind den telefonischen Anweisungen mit deutschem Akzent aus Malaga. Am 12. März zog sie sich in ihr Zimmer zurück, da sie nicht mehr aufstehen konnte. Die deutsche Stimme verbat ihr jegliches Schmerzmittel und sie solle keiner Chemotherapie zustimmen. Wegen der starken Schmerzen konnte sie jeweils nur eine Stunde am Tag schlafen und aß nichts mehr. Nach zwei Monaten der telefonischen Geisterdiagnosen erschien ein GNM-Arzt auf der Bildfläche, der Dr. Vicenç Herrera Adell aus Barcelona. Herrera Adell meinte, der Tumor in der linken Brust sei ein Hinweis auf einen Mutter-Kind-Konflikt. Als die Schmerzen weiter zunahmen und unerträglich wurden, sagte ihr Herrera, dass dies ein proceso de recalcificación (Wiederverknöcherung) sei und als Zeichen der Heilung anzusehen sei. Im Juni verschlechterte sich der Zustand dennoch und sie musste am 20. Juni notfallmäßig in ein Krankenhaus aufgenommen werden. Dort sah sie im Fernsehen einen Bericht über das Mädchen Olivia Pilhar, das sich in Spanien aufhielt und erfuhr so, dass Hamer in Deutschland die Approbation entzogen worden war. Zu ihrer Tochter Valeria sagte sie: «Ojalá lo hubiera sabido antes», (wenn ich das vorher gewusst hätte). Der letzte Arzt, der sie nach der Hamerdoktrin behandelte, war Vicenç Herrera Adell (43 Jahre alt im Jahre 1995), der nach 20 Jahren als Arzt 1992 auf die Hamer-Methode gestoßen war. Am 4. August 1995 starb Helena unter starken Schmerzen. Die behandelnden Juan Puget Valencia und Vicenç Herrera wurden von den Angehörigen angezeigt. Puget Valencia distanzierte sich von der GNM. Das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft wurde jedoch eingestellt. Das Colegio de Médicos de Barcelona verbat Herrera für zwei Jahre Behandlungen nach Hamer bei Krebs durchzuführen und Werbung für die GNM zu machen. Herrera beschwerte sich beim übergeordneten Consejo del Colegio de Médicos de Catalunya, das ihm die Approbation entzog.

Quellen: [17][18]

1997: Dunja Huszar (Österreich)

Die Grazerin Dunja Huszar war 17 Jahre alt, als sie 1993 an einer Leukämie erkrankte. Gleichzeitig war sie schwanger und lehnte daher eine Chemotherapie oder Stammzellentransplantation (Knochenmarkspende) ab. Ihr Bruder wäre als Spender in Frage gekommen. Sie gebar ein gesundes Kind. Anschließend kamen sie und ihre Familie über einen Vortrag in Kontakt mit Hamer und seiner GNM. Dunja wurde von Hamer überzeugt keine Therapie der modernen Medizin durchführen zu lassen, sondern sich seiner Methode anzuvertrauen. Auch ihre Mutter war der GNM gegenüber positiv eingestellt. Ohne Medikamente zu nehmen oder sich medizinisch behandeln zu lassen, starb sie 21-jährig, kurze Zeit nach der Geburt ihres zweiten Kindes. Ihre Milz war zuletzt grotesk groß angeschwollen.[19]

2000: Gaby J., die Tochter von Rose-Laure Huber (Schweiz)

Im RBB von Berlin-Brandenburg wurde am 10. November 2005[20] über den Tod der jungen Schweizer Krankenschwester Gaby J. berichtet. Gaby J. wurde 1952 geboren. Sie erkrankte an Brustkrebs und verweigerte weitere medizinische Therapien nach einer operativen Entfernung der betroffenen Brust und vertraute sich der GNM nach Hamer an. Von Seiten der GNM wurde ihr eingeredet, dass ihre Symptome Zeichen einer Selbstheilung wären. Sie müsse nur durchhalten, wurde ihr geraten. Sie verstarb jedoch am 5. Juni 2000 unter entsetzlichen Schmerzen. Ihre Mutter Rose-Laure Huber beschrieb ihre Tochter in den letzten Tagen vor ihrem Tode so: Sie war nur noch ein Skelett mit Haut überzogen, ein paar Büscheln Haaren. Sie sah aus wie 90. Und die ganze Brust, es war offen, es hat geblutet, faulig, es hatte Eiter, die Brust, Rücken, eine faulige, eitrige offene Wunde. Man hätte fast die Knochen sehen können, es war einfach alles weg. Das muss entsetzlich geschmerzt haben.

Rose-Laure Huber macht die GNM verantwortlich für den Tod ihrer Tochter: Ich werfe ihnen vor, dass sie akzeptieren, dass so und so viele Leute grauenvoll zugrunde gehen. Ohne ärztliche Hilfe. Es sind Lügner, es sind Menschenverächter. Ich weiß nicht, was ich denen noch sagen soll.

Ein ausführlicher Bericht von Frau Huber ist hier zu lesen: [21]

(EsoWatch ist der vollständige Name von Gaby J. bekannt, ihre Familie wünscht jedoch nicht die Nennung des Nachnamens)

2000: Karin von Gunten (Schweiz)

Karin von Gunten hatte Gebärmutterhalskrebs und war von der GNM überzeugt, die davon ausgeht, dass jeder Krankheit ein Konflikt zugrunde liegt. Sie starb am 15. November 2000. Als sie davon ausging, einem Konflikt auf die Spur gekommen zu sein, der aus ihrer Sicht die Ursache ihres Krebsleidens war, glaubte sie, dass sie ohne medizinischen Eingriff wieder gesund werden könne. Erst nach einem Jahr voller intensiver Selbstheilungsversuche ohne Beeinflussung ihres Krankheitsgeschehens gelangte sie zur Auffassung, eine Operation könnte nun doch helfen. Karin wurde zunächst innerhalb der Familie gepflegt, sie grenzte sich in ihren letzten zwei Wochen von der Familie ab und verbrachte ihre letzten Tage vor ihrem Tod bei einer Freundin.[22]

2000-2001: Unbekannte Frau (Schweiz)

Die Schweizer Zeitung Tages-Anzeiger berichtete im Jahr 2003 über den grausamen Tod einer Schweizer Frau mit Brustkrebs aus dem Kanton Zürich, die sich bis zum Tode der GNM anvertraute.[23]

Ablauf der Ereignisse: Bei der 47-jährigen aus der Gegend von Mutschellen (Zürich) wurde am 4. August 2000 bei einer gynäkologischen Untersuchung ein kleiner Knoten in der linken Brust entdeckt. Die Punktion ergab, dass es sich um einen bösartigen Tumor handelt. Über Bekannte erfuhr die Patientin von der «Neuen Medizin» und sie entschloss sich daraufhin, eine medizinische Therapie abzulehnen. Zwei GNM-Therapeutinnen machten ihr weis, dass sie bald genesen werde. Fast ein Jahr lang blieb der Knoten symptomlos, bis es zu einem Aufbruch mit Blutung aus der Brust kam. Dies sei eine Folge der damaligen Punktierung durch den Arzt, behaupteten die beiden GNM-Frauen. Es kam zu einer Einweisung in ein Zürcher Spital, wo sich herausstellte, dass die ganze Brust vereitert war. Die späte Operation gestaltete sich daher schwierig und trotz der mittlerweile ungünstigen Prognose verweigerte Karin Roth sowohl Chemotherapie als auch Bestrahlung. Sie würde daran sterben, redeten ihr die beiden Vertreterinnen der «Neuen Medizin» ein. Die Wunde heilte aber nicht mehr zu und produzierte viel Eiter. Es stellte sich eine zunehmende Schwäche ein, und es kam zu einem körperlichen Verfall und sie benötigte einen Rollstuhl. Die Schmerzen brachten sie fast um den Verstand. Trotzdem nahm sie keine Schmerzmittel, entsprechend den GNM-Regeln. Die beiden «Therapeutinnen» behaupteten weiterhin, sie sei auf dem Weg zur Genesung. In ihrer Verzweiflung flog die Frau mit ihrem Ehemann zu Hamer nach Spanien. Doch Hamer schien ratlos: Er hat meine Frau in der Hotelhalle untersucht, aber auch nichts unternommen, erklärt der Ehemann später. Die Beschwerden seien Ausdruck des Heilungsprozesses, hat er meiner Frau gesagt. Die Ursache des Brustkrebs liege in einem Partnerschafts- und Vaterkonflikt. Wir haben eine gute Ehe geführt, beteuert der Ehemann, und Konflikte mit ihrem Vater hatte meine Frau auch nicht. Obwohl ihm der Zustand seiner Frau immer mehr Angst machte, respektierte er ihren Wunsch, der «Neuen Medizin» zu vertrauen und ärztliche Hilfe abzulehnen. In den nächsten Monaten verschlimmerte sich der Zustand zusehends. Die Schmerzen griffen auf Arme und Schultern über. Am rechten Oberarm fehlte ein großer Teil des Knochens, das Schulterblatt war durchlöchert. Trotzdem gaben die beiden Vertreterinnen der «Neuen Medizin» unbeirrt die Durchhalteparole aus: Sie sei in der Heilungsphase, die Knochen würden sich wieder aufbauen, sagten sie. Doch die Brustkrebspatientin starb schließlich unter Qualen. Wenige Tage vor ihrem Ableben war sie noch überzeugt, bald zu genesen. Ihr Ehemann sagte der einen «Therapeutin» nach dem Tod, er habe ein schlechtes Gewissen, weil er tatenlos zugeschaut habe. Ihre Antwort: Aha, der Konflikt war also nicht gelöst. Deshalb ist deine Frau gestorben. Kurze Zeit später starb seine Schwägerin ebenfalls an Brustkrebs. Auch sie hatte sich nach den Methoden der «Neuen Medizin» «behandeln» lassen.

2002: Sören Wechselbaum (Deutschland)

Sören Wechselbaum war im Jahr 2002 25 Jahre alt, als er an Hodenkrebs erkrankte. Nach Angaben seiner Mutter Christa war ihr Sohn bis zu seinem Tod Anhänger der GNM und verweigerte jegliche medizinische Therapie. Der Hodenkrebs gilt heute in der evidenzbasierten Medizin als gut behandelbar mit einer Prognose, die über 90% liegt. Hamer ließ seinen eigenen Hodenkrebs daher auch chirurgisch entfernen. Sören Wechselbaum verstarb jedoch an seinem Tumor. Einen Tag vor seinem Tode vertraute er sich seinem Freund Stefan an und bereute seine Entscheidung. Die Mutter Christa machte auch Jahre später (zumindest bis 2007) noch regelmäßig Demonstrationen gegen die GNM.[24]

2002: Ein Frau aus Belgien

Eine Frau aus der Gemeinde Amel erhielt Anfang 2002 hatte die Diagnose “Magenkrebs”. Die Familie wandte sich daraufhin an einen aus St. Vith stammenden GNM-Therapeuten. Nach Angaben der Familie versprach dieser eine 80-prozentige Heilungschance. Der Therapeut deutete den Tumor als Ausdruck „eines inneren Konfliktes, der in der Beziehung zu ihrem Großvater in der Kindheit begründet sei“. Als sich der Zustand der Frau weiter verschlechterte, habe er das als Anzeichen dafür gedeutet, dass sich der Tumor auflöse. Der Heiler wurde 2011 vor das Strafgericht Lüttich gestellt. Die Anklage lautet „fahrlässige Körperverletzung“, weil das Gericht die Krebserkrankung der Frau auch mit angemessener medizinischer Behandlung als tödlich wertete. Ein Arzt, der die Frau kurz vor ihrem Tod untersucht hatte, sagte aus, er habe nie jemanden in einem so schlechten Zustand gesehen.[25]

2004: GNM-Anhängerin Carmen (Spanien)

Carmen erkrankte 2003 an Brustkrebs, einem intraductalen Karzinom, an dem sie im Alter von 33 Jahren verstarb. Sie verweigerte kompetente, medizinische Hilfe durch Ärzte und wandte sich stattdessen an einen Heilpraktiker und an Ryke Geerd Hamer, der zu dieser Zeit in Spanien lebte. Hamer empfing Carmen und nach Angaben ihres Freundes Erik Stolz kam es zu einer erfolgreichen Konfliktolyse nach der GNM. Der Heilpraktiker versprach ihr Heilung ohne Chemotherapie, ohne Strahlen, ohne Operation. Stattdessen solle sie ihre psychischen Konflikte lösen, dann verschwinde der Krebs von selbst, meinte er. Carmen erlitt dennoch einen Schlaganfall (hier GNM-typisch als epileptoide Krise bezeichnet), der dilettantisch durch Kühlung des Kopfes und Trinken von zuckerhaltigen Getränken angegangen wurde. Der Tumor der Brust blieb jedoch davon unbeeinflusst und es stellte sich Übelkeit ein. Mehrere Metastasen und der bis zum Rücken voranschreitende Tumor verursachten starke Schmerzen. Einzelheiten zum Krankheitsverlauf sind durch einen inzwischen veröffentlichten E-Mail-Austausch mit Erik Stolz bekannt geworden. In einem Beitrag der rbb-Sendung Kontraste[26] wurden weitere Einzelheiten durch ihre Schwester bekannt.

Anfang Februar 2005 wurde durch einen Beitrag in einem GNM-Forum bekannt, dass Carmen inzwischen an ihrem Brustkrebs gestorben war. Wahrscheinlich starb sie bereits im Sommer 2004. Mehrere weitere Beiträge, die sich mit Einzelheiten des Todes von Carmen beschäftigten, wurden von den Administratoren umgehend gelöscht. Eine Diskussion war offenbar unerwünscht.

Für den behandelnden Heilpraktiker hatte der Fall keine Konsequenzen.

E-Mails von Erik Stolz: [27]

2005: Bruder von Wolfgang Adelheim (Deutschland)

Der an einer behandelbaren Form der Leukämie erkrankte Mann glaubte an die GNM und wurde von Hamer selbst betreut. Sein behandelnder Arzt soll ein Anton Bader gewesen sein, der heute nach der Metamedizin behandelt. Auf Hamers Anraten hin, solle er sich ausdrücklich nicht durch die wissenschaftliche Medizin behandelt haben lassen. Er verstarb jedoch an einer seit kurzem medikamentös gut behandelbaren Form von Leukämie. Einer Erkrankung die Hamer selbst als etwas Positives bezeichnet. Vorher kam es zu inneren Blutungen und starken Schmerzen.

Sein Bruder Wolfgang erinnert sich: Herr Hamer hat meinem Bruder ganz klar abgeraten, hat ihm gesagt, wenn er sich in die Hände der Schulmedizin begibt, wird das sein Untergang sein. Diesen Satz hat mein Bruder auch mehrmals wiederholt in Gesprächen dann mit uns. Herr Hamer hat ganz klar gesagt, er hat ein anderes Konzept von Krankheit und seine Leukämie, das ist ein Selbstheilungsprozess des Körpers. Und darauf hat er sich dann eingelassen mein Bruder.

Siehe dazu weitere Einzelheiten in einer Sendung von rbb-TV (Radio Berlin Brandenburg) [9]

2005: Ellen Pegoraro (Italien)

Im Jahr 2005 verstarb eine 27-jährige italienische Studentin namens Ellen Pegoraro an Krebs, die bei einem Arzt in Behandlung war, der nach der GNM behandelt: Roberto Zanella aus Arqua Petrarca (PV). Zanella wurde damals wegen Totschlag angezeigt, die Ermittlungen gegen ihn wurden jedoch eingestellt, da er selbst in der Zwischenzeit an Krebs verstorben war.[28]

2005: Michaela Jakubczyk-Eckert (Deutschland)

Die Informationen und Fotos über die Krankengeschichte von Frau Jakubczyk-Eckert sind von ihrem Ehemann Gilbert und dem zu Anfang behandelnden Arzt bekannt geworden. Die Künstlerin Michaela Jakubczyk-Eckert wurde am 14. November 1964 geboren und starb am 12. November 2005. Sie erkrankte Ende 2000 an Brustkrebs und hatte zunächst große Angst und wandte sich erst spät (Ende 2001) an einen Arzt. Nach einer anfänglichen Therapie wandte sie sich der GNM zu und verzichtete bis zu ihrem Tod auf Therapien der wissenschaftlichen Medizin und verweigerte insbesondere potente Schmerzmittel. Auf die GNM stieß sie nach Recherchen im Internet[29]. Mit ihrer Mutter besuchte sie Hamer 2002 in Spanien. Laut Aussagen ihres Ehemannes (der ihr von Hamer abriet) soll Hamer ihr gesagt haben, dass ihr Brustkrebs (rechte Brust einer angeblichen Rechtshänderin) das Resultat eines „Partnerkonfliktes“ sei. Nach Aussagen ihres Ehemannes solle sie auch bisherige Therapien abbrechen und auf eine geplante Operation verzichten. Als Hamer gefragt wurde, was zu bezahlen sei, soll er sie aufgefordert haben, zwei seiner Bücher für 150 Euro zu kaufen, was auch geschah. Nach ihrer Rückkehr brach Frau Jakubczyk-Eckert ihre bisherige Therapie ab. Hamer wurde in der Folge verhaftet und Frau Jakubczyk-Eckert spendete Geld für seinen Prozess. Sie wurde von einem „Studienkreis der Germanischen Neuen Medizin“ in Nordrhein-Westfalen in ihren Glauben in die Neue Medizin gestützt und regelrecht indoktriniert, bis sich ihr Gesundheitszustand so sehr verschlechterte, dass sie unter großen Schmerzen in ein Hospiz in Köln (Hospiz Lohmar) musste, wo das Pflegepersonal über ihren medizinisch unbehandelten Zustand entsetzt war. Frau Jakubczyk-Eckert starb unter entsetzlichen Schmerzen.[30][31]

Bilder von Michaela Jakubczyk-Eckert: [10]

2005: Corinne Thos (Frankreich)

Am 23. November 2005 starb im Alter von 41 Jahren die französische Tänzerin und Tanzlehrerin Corinne Thos aus Rouen, Mutter zweier Kinder. Frau Thos war 2003 an Brustkrebs erkrankt. In ihrer Tanzschule lernte sie einen Therapeuten (von ihr als „Psychotherapeut“ bezeichnet) kennen, dem sie vertraute. Dieser riet ihr, jegliche medizinische Therapie abzulehnen, was sie auch tat. Ihrer Familie gegenüber behauptete Corinne dann in Folge, dass sie nun „nichts mehr habe“, de facto also gesund geworden sei. Sie wandte sich jedoch zunehmend von ihrer Familie ab. Dies, weil ihr NM-Therapeut dazu riet, sich zu isolieren, um, wie er sagte, mehr „Freiheit zu haben, um eigene Entscheidungen zu treffen“. Zwei Jahre später begann Corinne jedoch, sich ihren Angehörigen gegenüber zu offenbaren: Ja, der Brustkrebs ist noch da, und er hat sich nun bis zu den Knochen ausgedehnt. Eine NM-Therapeutin (bereits zuvor in einem ähnlichen Fall verurteilt) teilte ihr jedoch mit, dass dieser Umstand des nunmehr Knochenkrebses „normal“ sei und als simple „Löcher die sich wieder schließen“ anzusehen sei. Corinne versuchte nun ihre Angehörigen auch von der NM zu überzeugen. Ihr Zustand verschlechterte sich, sie konnte schließlich nicht mehr laufen. Am 23. November 2005 starb sie bei sich zu Hause.[32][33][34]

Ein Video vom Bruder von Corinne: [11]

2006: Domenico Mannarino aus Crotone (Süditalien)

Am 20. August 2006 starb unter starken Schmerzen und ohne, dass sein behandelnder Arzt zur Stelle war, der fünfzigjährige Polizist Domenico Mannarino aus der süditalienischen Stadt Crotone (Kalabrien) an den Folgen eines Lungenkrebses und aufgetretenen multiplen Metastasen. Er wusste seit November 2005 um seinen Lungenkrebs, der zu Beginn einen Durchmesser von 1 cm hatte. Er entschied sich für eine Behandlung nach der GNM, da ein mit ihm verwandter Arzt (B.L.) von dieser überzeugt war. Sein Arzt war eigentlich an einem römischen Krankenhaus (San’t Andrea) beschäftigt, behandelte jedoch ebenfalls Patienten in seiner Heimatstadt Crotone. Er begab sich in Begleitung seiner Frau Cinzia nach Aulla in Ligurien, wo er einen der bekanntesten GNM-Ärzte (dott Lupi) aufsuchte, der für ein Gespräch 150 Euro verlangte und zu verstehen gab, dass es opportun wäre, wenn sie noch GNM-Bücher kauften, was sie auch taten. Im Ort Aulla residiert eine GmbH, die als Verlagsvertretung für Hamerbücher in Italien fungiert. Seine ihn begleitende Ehefrau Cinzia Alunni und er wunderten sich jedoch darüber, dass Lupi fast nur von sich selbst sprach und waren enttäuscht. Später behandelte ihn auch der Präsident des italienischen GNM-Vereins A.L.B.A. und ehemalige Barbetreiber Marco Pfister. Sein behandelnder GNM-Arzt B.L. diagnostizierte nach Aussagen der Ehefrau Cinzia trotz anderslautender radiologischer Befunde ein Bronchial-Ulkus und schloss Krebs kategorisch aus. Der Begriff Ulkus (oder Ulcera/Ulzera) bezeichnet ungenau ein Geschwür, das sich von Krebs unterscheidet, beispielsweise können Ulzera nach langanhaltendem mechanischen Druck als Dekubitalgeschwüre auftreten. Bekannt sind auch Magengeschwüre bei Alkoholikern oder Menschen unter Dauerstress. Dieser Arzt verbot dem Patienten jegliche Therapie der modernen wissenschaftlichen Medizin und riet auch von weiteren radiologischen Untersuchungen ab. Mannarino sollte vor allem mit niemandem über seine Entscheidung, sich nach der GNM behandeln zu lassen, sprechen und sollte auch den Namen seines Arztes nicht anderen Personen gegenüber erwähnen. BL versprach ihm dazu eine rasche Genesung von seinem Ulkus. Der Gesundheitszustand von Mannarino, der sich in der Tat nicht medizinisch behandeln ließ, verschlechterte sich jedoch rapide. Sein Lungentumor vergrößerte sich und es stellte sich eine Metastase am Kinn ein. Sein behandelnder Arzt meinte jedoch, dass dies als Zeichen der baldigen Gesundung anzusehen sei. Später stellte sich jedoch eine krebsbedingte, halbseitige Lähmung ein und er starb zu Hause, umsorgt von seiner Frau und seinen drei Kindern. Währendessen war sein GNM-Arzt nicht zu erreichen: Er war im Urlaub in der Karibik. Nach seiner Rückkehr tröstete der Arzt nicht die Witwe, sondern warf ihr stattdessen vor, „skeptisch“ gegenüber der GNM eingestellt gewesen zu sein und dadurch den Tod ihres Mannes mit verantwortet zu haben. Sie entgegnete ihm jedoch, dass sie noch am Sterbebett ihrem Mann aus dem Hamer-Buch Testamento di una nuova medicina vorgelesen hätte, als dieser kranheitsbedingt nicht mehr lesen konnte. Der sorgfältige, ehemalige Polizist Mannarino schrieb ein Tagebuch, in dem er die Phasen seiner Erkrankung und der GNM-Behandlung festhielt. Auch hob er alle Rechnungen und Rezepte auf. Seine Witwe ist nun im Besitz aller Unterlagen. Sie kennt den Arzt B.L. ebenfalls aus familiären Gründen gut und weiß zu berichten, dass dieser seine eigene Mutter nicht nach der GNM behandelte, als diese an Krebs erkrankte, sondern stattdessen lieber auf eine konventionelle Strahlentherapie setzte. In einem Zeitungsartikel äußerte sie den Verdacht, dass B.L. illegale Menschenversuche mit ihrem Mann angestellt hätte und zeigte ihn bei der Staatsanwaltschaft (vergeblich) an. Das Verfahren wurde eingestellt.[35] Als Frau Alunni mit dem italienischen Fernsehen Kontakt aufnahm, um über den Fall ihres Mannes zu berichten, wurde sie auf dem Heimweg von einer maskierten, bewaffneten Person mit einer Pistole bedroht. Zu einem Bericht im Fernsehen kam es dann nicht mehr.

2006: Aldo aus Bergamo (Italien)

Im Dezember 2006 verstarb ein junger Hameranhänger aus Bergamo namens Aldo an Krebs. Aldo war als Hamerbefürworter in einem italienischen Internetforum als Ali Baba aktiv. Er zeigte ein geradezu blindes Vertrauen in Hamers GNM, an der ihn die Einfachheit faszinierte. Dies schockierte bereits im Herbst 2006 einige Mitlesende im Forum. Keiner riet ihm, zu einem Arzt zu gehen. Am 20. September 2006 berichtete er im Internet von einem Tumor, den er auch als Krebs bezeichnete und nicht ärztlich behandeln lassen wollte. Am 2. Oktober äußerte er vorübergehend Zweifel an Hamer, nachdem er einen Text des italienischen Arztes Simoncini gelesen hatte, der sich kritisch zur GNM äußerte und der Meinung war, dass Krebs stets die Folge einer Candida albicans (ein Sprosspilz) Infektion wäre und mit Bikarbonat behandelbar wäre. Simoncini soll ebenfalls in der Lage sein, aus CT-Aufnahmen Krebsdiagnosen im ganzen Körper ableiten zu können. Aldo begann zu irritieren, dass Simoncini in Candida einen Feind sieht, während Hamer in Mikroben (zu denen Aldo diesen Pilz zählt) Helfer bei einer Erkrankung sieht. Als medizinischem Laien gelang es ihm nicht, diesen Widerspruch zu lösen bzw. einen Ausweg aus dem Dilemma zu finden. Am 24. November berichtete er von einem sehr großen Tumor im Bereich des Bauches, der zu inneren Blutungen und einer Notaufnahme führte. Seine erfolgte Konfliktlösung sah er als erwiesen an. Er begann sich daran zu klammern, dass ein anderer Patient angeblich durch die GNM im Falle eines Hirntumors geheilt worden sei und fragte mehrmals vergeblich nach einer Bestätigung dafür im Forum, um Hoffnung zu schöpfen oder sich andernfalls doch operieren zu lassen. Er wandte sich auch an den GNM-Verein ALBA, der die GNM in Italien vertritt und entsprechende Kurse und Publikationen gegen Bezahlung anbietet. Offenbar antwortete man ihm mit einer nichtssagenden E-Mail in der stand, dass […] der Patient die Entscheidungen über seine Therapien selbst treffen soll […]. Er begriff, dass man ihn als Patienten entweder nicht ernst nahm, ihn nicht verstehen wollte oder inkompetent war. Sein letztes Posting war de facto ein Abschied und ein klare, energische pauschale Absage an die moderne Medizin. Er schrieb (wie er sagte auf Anfrage), dass angeblich kein GNM-Arzt ihn unterstützt habe, so als ob er sich klarmachen würde, welche Konsequenzen für die GNM eine gegenteilige Information hätte. Da er eine erfolgreiche Hamersche Konfliktlösung absolviert hätte und sich keinerlei aktueller Konflikte bewusst sei, verstand er nicht, warum die erwartete Heilung nicht eintrat. Sein letzter Satz sprach schließlich von Schicksal. Einer Freundin überließ Aldo kurz vor seinem Tode sämtliche Passwörter für den Internetzugang. Diese sollte nun seine Postings fortführen. Sie tat ihm nach dem Tode jedoch nicht den Gefallen. Ausdrücklich erwähnte sie eine erbliche Krebserkrankung in der Familie. Andere Familienmitglieder hätten nach einer Operation alle überlebt. Offenbar hatten Aldo und andere Familienmitglieder die familiäre, adenomatöse Polyposis, die zu den erblichen Tumorerkrankungen zählt und aufgrund ihrer Entstehungsgeschichte die Annahmen der GNM widerlegt. Quellen: [36]

2006: Franco Longo aus Carugo (Italien)

Der 51-jährige italienische GNM-Anhänger Franco Longo aus Carugo (bei Como) erkrankte an Krebs und ließ sich von Samorindo Peci nach seiner Medicina Biologica behandeln, nachdem er von GNM-Therapeuten enttäuscht war, weil sich keine Besserung einstellte. Alles deutet darauf hin, dass er mittlerweile verstorben ist. Longo beschreibt in einem eigenen Blog[37] ausführlich seine Therapie durch Peci. Laut Longo hätte sich Peci vor allem für ein CT des Schädels interessiert. Laut Peci wäre sein Tumor auf einen Konflikt zurückzuführen und Longo wäre längst von seinem Tumor geheilt, wenn er nicht so viel gearbeitet hätte (9 Monate Pause statt 4). Außerdem wäre ein Morphinpflaster bei der sich nun einstellenden Heilung hinderlich und sollte entfernt werden. Homöopathische Testosterongaben und ein Biphosphonat (Zometa) wären stattdessen angezeigt. Seine letzten Worte in seinem Blog sprechen von zunehmenden Schmerzen, die er auf das Zusammenschweißen von Knochen im Rahmen einer erwarteten Heilungsphase von vier Knochentumoren zurückführt (Morphin hatte er abgesetzt). Seit dem 21. Oktober 2006 findet sich kein Eintrag mehr. Anfragen in diversen GNM-Foren ergaben ausweichende Antworten bei Frage nach diesem Mann, der sich der GNM und Medicina Biologica anvertraute. Quelle: [12]

2007: Heinz-Dieter Schlömer (Deutschland)

Heinz-Dieter Schlömer (16. März 1946 – 10. März 2007) aus Bergheim bei Köln erkrankte 2001 an Darmkrebs (Sigmakarzinom). Ihm wurde im Krankenhaus empfohlen, sich operieren zu lassen. Heinz-Dieter Schlömer vertraute seinem nach der „Neuen Medizin“ behandelnden Bergheimer Freund und Arzt „W“ und reiste zusammen mit ihm und weiteren Patienten des Allgemeinmediziners im März und im Juli 2003 zu Hamer in dessen spanisches Exil, und ließ sich auf Anraten seines Arztes „W“ nicht medizinisch behandeln. Der Arzt ließ später verlauten, sein Patient habe eine medizinische Behandlung „nicht gewollt“. Der Darmkrebs schritt jedoch bei Herrn Schlömer ungehindert fort und die Beschwerden nahmen zu. Es entwickelte sich ein fortgeschrittenes Rektumkarzinom mit Beteiligung des ganzen kleinen Beckens, großer Teile des Darms und der Blase. Im Universitätsklinikum Aachen wurde 2004 der größte Teil des weit fortgeschrittenen Tumors entfernt und es folgten Operationen im Jahre 2005. Heinz-Dieter Schlömer starb nach drei Jahren einer GNM-Anwendung am 10. März 2007. Sein zunächst kleiner Tumor wog zuletzt 4 kg.[38].

2007: Die Rossaro-Todesfälle in Vicenza und Padova (Italien)

Der italienische Arzt Paolo Rossaro aus Albignasego (bei Vicenza) ist als ein Arzt bekannt, der seine Diagnosen und Therapie nach der GNM ausrichtet. So betreibt er eine GNM-typische Diagnostik, die er von Hirn-CTs nach Hamer ableitet. Seine Krebspatienten berichten übereinstimmend, dass er sich auf Hamer beruft und beschrieben seine Methode als die Hamer-Methode. Rossaro gründete auch einen privaten Primum-vitae Verein. Mehrere seiner Krebspatienten verstarben trotz der Hamer-Methode, darunter alleine zwei Patienten mit Hodgkin-Lymphom, das heute gut therapierbar ist. Auch berichten die Patienten übereinstimmend, dass Rossaro ihnen GNM-typisch davon abgeraten hätte, sich nach Regeln der wissenschaftlichen Medizin behandeln zu lassen. In einem Fall von Lungenkrebs soll er diese Krebsform als Folge des Todes des Vaters angesehen haben, ohne dies beweisen zu können. Durch seine Methode geheilte Krebspatienten sind unbekannt geblieben. Nach den Todesfällen kam es zu Anzeigen gegen ihn wegen Totschlags und schwerer Körperverletzung („omicidio colposo“ art 589 cp und „lesioni colpose“). Die Ärztekammer prüft einen Entzug der Approbation, und die Staatsanwaltschaft Padua ermittelt gegen ihn und ließ bereits Dokumente und Material in seiner Praxis beschlagnahmen. Ein Rechtsmediziner wurde beauftragt, ein Gutachten zu erstellen.[39][40] Die Tageszeitung Il Gazzettino di Padova berichtete am 8. Mai 2008 bezüglich eines Zivilprozesses um nicht erfolgte Unterhaltszahlungen an seine Ehefrau und seine Tochter von 34.000 Euro, dass seine Ehefrau zu Protokoll gab, dass Rossaro neben seiner ärztlichen Tätigkeit auch als Zahnarzt und Schönheitschirurg tätig sei und er ein geheimes Mitglied einer Organisation für Alternativmedizin sei.

  • Christan Trevisan. In der Nacht zu Weihnachten 2007 starb der LKW-Fahrer Christian Trevisan an einem Hodgkin-Lymphom in Vicenza im Alter von nur 35 Jahren[41] und hinterlässt seine Frau und eine Tochter, mit denen er noch Weihnachten feiern wollte. Nach den Angaben von mehreren Zeitungsartikeln hatte er zunächst jegliche Hilfe der modernen Medizin abgelehnt und sich ganz der GNM und dem Wunderheiler Rossaro vertraut. Rossaro behandelte ihn vergeblich mit Ozeanwasser, Vitaminen und seiner Hamer-Methode. Als sein Gesundheitszustand sich aber verschlechterte, entschied sich Trevisan sehr spät, sich notfallmäßig in eine Klinik zu begeben, wo die dortigen Ärzte sich entschlossen, ihren Kollegen Rossaro anzuzeigen. […] Er ist ein Anhänger der Hamer-Theorie […], meinte der LKW-Fahrer über seinen Arzt. Und weiter: […] Ich habe mich auf die Hamer-Therapie versteift und glaubte, dass es die beste Lösung wäre, um gesund zu werden: Selbstwertgefühl und die Gewissheit, dass es mir gut ginge, als Antidot gegen den Schmerz. Aber das Lymphom wurde schlimmer […]. Eine Rolle spielt hier eine private Organisation namens „Primum vitae“ aus Polverara,[42] deren Präsident Paolo Rossano ist. Er starb jedoch, sein Zustand war bereits zu weit fortgeschritten.[43][44]
  • 2007 starb ein 21-jähriger Mann in Padua an einem Hodgkin-Lymphom. Auch er war vorher von Rossaro behandelt worden und hatte herkömmliche medizinische Hilfe abgelehnt.
  • Anna Tosin aus Vicenza starb im Alter von 60 Jahren an Brustkrebs. Sie war ebenfalls von Rossaro behandelt worden. Nach Angaben von verschiedenen Zeitungsartikel wurde ihr von Rossaro ebenfalls abgeraten, sich konventionell-medizinisch behandeln zu lassen, was sie auch nicht tat.

Hodgkin-Lymphom: Das Hodgkin-Lymphom gilt als eine der Krebsarten mit der besten Prognose überhaupt bei rechtzeitiger und sachgerechter Therapie. Dies ist aus Studien an mehr als 14.000 Behandelten bekannt. Etwa 90% der behandelten Patienten überleben 5 Jahre, in den 1960er Jahren waren es noch lediglich etwa 30%. Mit Strahlentherapie und Chemotherapie überlebten 96% aller 920 deutschen Hodgkin-Patienten fünf Jahre und 95% von ihnen überlebte 10 Jahre (1994-2003).[45] According to a study from the USA (2006), the prognosis was over 80%.[46]

2007: Maresa T. L.* aus Bergamo (Italien)

Die 48-jährige (geb. 1959) gelernte Chemikerin Maresa L. besuchte seit drei Jahren einen GNM-Kurs in Aulla (Ligurien). 2004 wurde ihr aufgrund eines histologischen Befundes nach einer Untersuchung mitgeteilt, dass sie an Brustkrebs erkrankt war. Man empfahl ihr eine Operation, die sie jedoch vehement ablehnte. Sie verweigerte auch weitere Untersuchungen. Sie lehnte jegliche Behandlung durch die wissenschaftliche Medizin ab und verließ sich ganz auf die GNM. Ihre Arbeit bei einer deutschen Pharmafirma gab sie auf und wurde Tai-Chi-Lehrerin. Sie ließ sich von einem GNM-Physiotherapeuten (P. P.) in Bergamo und vom Präsidenten des GNM-Vereins ALBA, Marco Pfister, behandeln, mit dem sie, nach Auskunft von Verwandten, fast täglich telefonisch in Kontakt war. Im Juni 2007 verschlechterte sich ihr Zustand. Sie konnte nicht mehr gehen und im August 2007 verfärbte sich ihre Haut immer gelblicher (Ikterus). Pfister machte ihr weis, dass dies kein Grund zur Beunruhigung wäre. Sie wäre gelb aus Wut über einen entgangenen Urlaub in Ischia geworden, wo sie bereits ein Ferienhaus gemietet hatte. Eine Operation wäre lediglich aus ästhetischen Gründen zu erwägen. Im Juni 2007 verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand dramatisch. Die linke Brust war von großen Tumoren durchsetzt, die Brustwarze tief eingezogen. Am 27. August 2007 wurde sie notfallmäßig in ein Krankenhaus (Ospedali Riuniti di Bergamo) eingeliefert, wo man sie mit Blutkonserven versorgte. Metastasen hatten sich an mehreren Orten ihres Körpers gebildet. Am Nachmittag des 28. August 2007 fiel sie ins Leberkoma und starb am gleichen Tag nach entsetzlichen Schmerzen. Eine Untersuchung einen Tag vor ihrem Tode zeigte, dass ihre Leber von einem Tumor fast völlig zerstört war, was auch die Ursache für die Hautverfärbung war. Quelle: [47][48]

(* Die Identität ist EsoWatch bekannt, die Familie bat jedoch darum, den Familiennamen nicht öffentlich zu nennen)

2007: Jacqueline Starck (Belgien)

Eine Belgierin namens Nathalie de Reuck berichtet in einem Buch vom Tode ihrer Mutter Jacqueline Starck, Opfer des GNM-Ablegers „biologie totale“ von Claude Sabbah.[49][50][51][52][53][54][55] Der Titel des Buches der Tochter lautet „DES CHARLATANS DE LA SANTÉ ONT TUÉ MA MÈRE“ (Gesundheits-Scharlatane haben meine Mutter umgebracht)[56] Auch führten das belgische Fernsehen RTBF und der Journalist Philippe Dutilleul dazu Ermittlungen durch. Dem Journalisten gelang es auch, in die belgische BT-Szene einzudringen.[57] Die Tochter berichtet in ihrem Buch von drei Tätern, darunter ein Brüssler Osteopath (Zitat vom Tonband: Wenn es nach mir ginge, Chemotherapie oder Radiotherapie würde ich nicht machen. Du weißt, Du kannst Deinen Tumor Dir selbst wegnehmen […] pffft […] wenn Du Deinen Konflikt nicht löst, dann geht das so weiter).[58] Die 60-jährige Jaqueline Starck war an Brustkrebs erkrankt und starb 2007. Ihr Tumor wurde nicht medizinisch behandelt, weil „Therapeuten“ sie davon überzeugt hatten, dass sie „nichts“ hätte und stattdessen „nur Symptome“ hätte, die einen „inneren Konflikt“ beweisen würden, dessen Ursache man finden müsse. Alles Mögliche wurde veranstaltet von einer Pseudofamilientherapie über Radiästhesie, Schwarze Magie, Kinesiologie, Pendeln, … Alles war gut, wenn es bloß nicht Medizin war. Selbst Aspirin war nicht erlaubt. Ein Therapeut behandelt aus der Ferne über das Telefon von einem französischen Zentrum aus, und ließ sich über gestückelte Postanweisungen bezahlen. Zwei Monate vor ihrem Tod begriff Jaqueline Starck, wie sie betrogen worden war, und bat ihre Tochter, den Betrug aufzudecken und die Scharlatane anzugehen. Sie übergab dazu ihrer Tochter alle ihre Aufzeichnungen sowie Tonbandmitschnitte mit ihrem „Guru“.

2008: Serge Bidart (Frankreich)

Die Schwester des Franzosen Serge Bidart berichtet:

August 2006, mein Bruder meldet sich von seinem Handy: Kuckuck kleine Schwester hier Dein „Frero“ (großer Bruder) eure Ferien im Baskenland laufen gut? Nichts als Positives am Telefon, mit sanfter, aber zitternder Stimme erzählt er, dass eine Biopsie (Gewebeentnahme) positiv gewesen sei… Sein kleines Hautknötchen im Gesicht war also Krebs… Ein starker, unbeschreiblicher Schmerz für meinen Bruder erfasst meinen Körper. Die Familie weiß ebenfalls Bescheid und die Unterstützung ist da. Serge beginnt recht zügig eine Chemotherapie und Bestrahlungstherapie. Er erträgt die beiden tief eingreifenden Behandlungen… Der Mut, um sein Leben zu kämpfen, hält zwei bis drei Monate an. Ich begleitete ihn zur Chemotherapie und eines Tages erzählt er mir von einer Dame, die er öfter sehe, einer Kinesiologin, die ihm enorm viel Gutes zu bieten hätte, um seinen Krebs besser zu ertragen… Ich habe ihm geraten, seine Therapien fortzusetzen, aber er lehnte ab, er wollte auch von mir keine Ratschläge mehr, da es nur ihn etwas anginge.

Ein Jahr lang war unsere Beziehung nun angespannt. Er erzählte, dass alles gut ginge, aber das war falsch. Serge erzählte uns nicht, warum er sich von uns abwandte. Erst sechs Monate vor seinem Tod haben wir verstanden, was geschehen war… Aber da war es bereits zu spät!!!

Mein Bruder hatte beschlossen, seine beiden Therapien im Krankenhaus abzubrechen und wandte sich Scharlatanen in der Gegend Rhône Alpes zu. Darunter eine Kinesiologin, er sieht die Frau des öfteren und fühlte sich nach jedem Besuch leichter und glücklich, sie gesehen zu haben. Er müsse nun an sich und seiner Familie „arbeiten“, um zu verstehen, warum er krank wurde. Ein „Doktor“ der Methode „Decodage biologique“ (deutsch: „biologische Decodierung“) gab ihm die gleichen Empfehlungen wie die Kinesiologin. Dieser Mann behauptet nun, er hätte meinem Bruder nie empfohlen, seine Behandlungen aufzugeben. Serge bat mich schließlich, ihn zu besuchen, da sein Krebs fortschritt. Wegen des Tumors begann sein rechtes Auge, aus der Augenhöhle herauszutreten. Mein Bruder sprach von seinem Tumor und nannte ihn Tuvie… (in der französischen Sprache bedeutet Tumor tumeur, tumeur erinnert an die Worte „Du stirbst“, Tuvie ist hingegen ein Kunstwort mit der Bedeutung „Du lebst“).

Von einem bestimmten Zeitpunkt an glaubte er an eine durch mich ausgelöste Leukämie, gleichzeitig sei ich jedoch nicht für seinen Tumor im Sinus maxillaris verantwortlich, vielmehr würde er in die Gironde reisen, um der Familie bestimmte Fragen zu stellen, um zu erkunden, warum der Tumor entstanden sei. Ich war wie am Boden zerstört, wie konnte mein Bruder mir einen derartigen Horror erzählen, ich erkannte meinen Bruder nicht wieder. Weinend und mit angehaltener Luft sagte ich ihm, dass er mich entsetzlich verletzt und erschüttert hatte. Zwei Tage später brachte mir ein Blumenhändler einen wunderschönen Blumenstrauß von meinem Bruder. Mein Bruder hatte begriffen, dass sein Vorhaben, mich zu zerstören, erreicht war!!! Und nun bereute er dies.

Ein Heilpraktiker (naturopathe) schickte ihm per Email Links zu AMESSI VIA HAMER sowie Links zu einer Klinik mit dem Namen ProLeben in Igls, die eine biologische Medizin betreibe und Serge hatte vor, dahin zu gehen!!!! Mit Hilfe dieses Heilpraktikers machte er eine Breuß-Kur (eine Krebsdiät des Landwirts und Heilpraktikers Rudolf Breuß), bei der Gemüsesäfte 42 Tage lang eingenommen werden. Dieser Heilpraktiker und ein Zahnarzt überzeugen ihn schließlich, sich Zähne ziehen zu lassen, die „tot“ seien und seine Heilung erschweren würden. Ende Februar 2008 wurden ihm diese Zähne tatsächlich in einer Klink gezogen.

Wir waren hilflos gegen diese Behandlung, er glaubte daran. Indoktriniert, blind geworden durch die Einredungen, magerte er ab, aber für ihn war das normal… Für ihn schwand sein „Tuvie“ genauso wie sein Körpergewicht. Auf gleiche Weise interpretierte er seine Blutungen als Zeichen des nun für immer schwindenden Krebses!!! Stark abgemagert, begannen seine Energien zu schwinden, einen Krankenhausaufenthalt lehnte er ab. Seine Augenhöhle schwoll weiter an, Mama versorgte seine Blutungen, denn eine Krankenschwester lehnte er ab. Unsere Mutter, eine starke und mutige Mama, konnte nur durch ihre Duldsamkeit und Pflege seine Schmerzensschreie beruhigen und die Blutungen pflegen… Sein Tumor wurde sichtbarer, er kam über das rechte Auge heraus.

Im April 2008 akzeptiert Serge widerwillig einen Krankenhausaufenthalt, obwohl ihn seine Beine nicht mehr trugen, hätte er das Krankenhaus auch verlassen können. Mein Bruder beendete das Leben als Blinder unter schrecklichen Schmerzen, sein Tumor breitete sich im Inneren des Kopfes über das ganze Gesicht aus. Das Schrecklichste war, dass während der letzten 15 Tage mein Bruder nicht mehr zu uns sprechen konnte. Der Kehlkopf war auch betroffen. Wir sahen sein Gesicht nicht mehr, es war vollkommen verhüllt von den Verbänden über dem Tumor und den blutenden Stellen, nur sein Mund war sichtbar. Seine Schmerzen beschreiben zu wollen, tut mir selbst weh. Ab dem ersten Tag im Krankenhaus lassen sich die Scharlatane nicht mehr sehen, sie lassen ihn fallen. Es sind fünf. Einem Iridologenpaar und einem Arzt namens T.J. gelang es, ihn zu indoktrinieren und ihn auf diese Straße des Todes mit unbeschreiblichen Schmerzen zu bringen. Zahlreich sind sie, diejenigen, die verantwortlich für das Abbringen von einer konventionellen Therapie sind.

Mein Bruder starb im Mai 2008 im Alter von 42 Jahren.[59]

Die Methode „décodage biologique“ (auch biodécodage) ist in Frankreich populär. Der Begriff wurde von dem französischen Krankenpfleger und Buchautor Christian Flèche erfunden. Die aktuellen Anbieter dieser Methode (Marc Fréchet, Philippe Lévy, Christian Flèche usw.) berufen sich ausdrücklich auf Hamer und seine Lehre.

2008: Manuela Trevisan (Norditalien)

Die 46 jährige Manuela Trevisan aus der italienischen Ortschaft Casarsa della Delizia (Provinz Pordenone) verstarb am 10. Juni 2008 im Alter von 45 Jahren an einem Hirntumor. Einzelheiten zu ihrem Tode werden von ihrer Schwester berichtet und waren Thema in einigen Zeitungsartikeln. Im Februar 2007 stellte sie einen Tumor an der Unterseite ihres rechten Armes fest. Man stellt die Diagnose Hodgkin-Lymphom. Das Hodgkin-Lymphon ist eine Tumorart, die realtiv gut und dauerhaft behandelbar ist. Manuela lehnte aber die angebotete Chemotherapie ab, schottet sich von der Familie ab und wendet sich der GNM zu. Zu dieser hatte sie Informationen im Internet gefunden. Sie kontaktiert den Psychiater Danilo Toneguzzi und wird dessen Patientin. Toneguzzi ist in der italienischen GNM-Szene gut bekannt: er ist Vorsitzende eines „wissenschaftlichen Komitees“ des GNM-Vereins ALBA aus Genua. Nach dem Bericht der Schwester von Manuela Trevisan habe Toneguzzi seine Patientin aufgefordert eine Tumor-Therapie abzubrechen und zwar mit der Begründung Hirntumoren gibt es nicht (Dies ist eine bekannte Theorie von Hamer) und laut einem Artikel im „il Messaggero Veneto“ habe er versucht die „Ursache“ des Lymphoms zu finden. Nach Ansicht des Psychiaters wäre die Ursache eine Krankheit des Vaters von Manuela. Ihre Sorgen um die Erkrankung des Vaters hätten das Lymphom ausgelöst. Ein Jahr lang wird nun Manuela von ihrem Psychiater in die Irre geführt. Toneguzzi überzeugte sie beispielsweise, daß Süssigkeiten im Falle der Krankheit hilfreich seien.[60] In einem anderen Zeitungsartikel der sich dem Todesfall widmete, wird Toneguzzi mit weiteren absurden Ansichten und Therapieempfehlungen zitiert. So helfe es Patienten im Endstadium schwerster Krankheiten auch, wenn sie einen Pudding essen würden und zwar im Rahmen einer Therapie die sich an die Germanische Neue Medizin anlehnen würde.[61]. Die Schwester der Verstorbenen zeigte den Psychiater an, und gegen diesen wurde Anklage wegen Totschlag erhoben.[62][63]

2002 – 2009: fünf Todesfälle bei Metamedizin / GNM – Anwendung in Norwegen

In Norwegen sind seit Jahren Aktivitäten bekannt geworden, metamedizinische Behandlungsweisen bei Krebskranken einzusetzen. Norwegen ist auch das Land, in dem sich GNM-Erfinder Hamer zur Zeit (2009) aufhält (Sandefjord). Die Behandlungsideologie der Metamedizin orientiert sich nach eigenen Aussagen bekanntlich an der GNM. Wie das norwegische Fernsehen im April 2009 berichtete, wurden diese Aktivitäten insbesondere durch die Personen Bent Madsen und Dagfrid Kolås vorangetrieben. Auch ist bekannt geworden, dass der deutsche Metamediziner Anton Bader in Norwegen Vorträge gehalten hat. Nach den insgesamt acht Fernsehberichten des norwegischen Fernsehens (drei davon online zugänglich, fünf weitere im Pay TV) sollen mehrere Patienten mit Krebserkrankungen von Metamedizin-Therapeuten überzeugt worden sein, eine etablierte medizinische Therapie entweder nicht zu beginnen oder nicht fortzusetzen. Die Folge waren mindestens fünf Krebs-Todesfälle, bei denen laut Angaben der Journalisten der Verdacht besteht, dass die Unterlassung einer validierten und effektiven Therapie Mit-Todesursache war.[64][65] Über der Metamedizin zuzuordnende Heilerfolge bei Krebs ist indes nichts bekannt. Die Norwegerin Elsemarit Fjeldheim starb im Jahr 2006 im Alter von 52 Jahren an Brustkrebs. Bei ihr war ursprünglich die Erkrankung in einem sehr frühen Stadium erkannt worden und man hatte ihr eine gute Prognose bei rechtzeitiger Therapie gegeben. Frau Fjeldheim lehnte jedoch jegliche Behandlung der wissenschaftlichen Medizin ab, insbesondere eine Operation. Frau Fjeldheim schrieb während ihrer Krankheit ein ausführliches Tagebuch aus dem sich der Verlauf der Krankeit wie folgt zeigt: Sie lernte die GNM kennen und schlug ihrem behandelnden Arzt vor, sich von zwei Therapeuten in Norwegen behandeln zu lassen, die nach der Metamedizin vorgehen, die auf Prinzipien der GNM beruht, nämlich Bent Madsen und Dagfrid Kolas. Überraschenderweise war ihr Arzt damit einverstanden. Später wurde jedoch gegen diesen Arzt eine Ermittlung in diesem Zusammenhang geführt. Frau Fjeldheim wurde zunächst von den Therapeuten als ein lebendes Beispiel für die therapeutische Wirksamkeit der GNM vorgestellt. Obwohl es ihr zunehmend schlechter ging, wurde ihr eingeredet, dass sie baldigst genesen würde. Etwa ein Jahr nach dem Beginn der GNM-Therapie starb sie jedoch.[66]

2009: Alain Piat (Kanada)

Über den Tod ihres Vaters Alain, der an einem Prostatatumor starb, berichtete am 17. Februar 2010 eine junge Frau namens Marion Piat im Internet. Die Übersetzung ist etwas gekürzt, und an manchen Stellen umformuliert, damit es verständlicher wird: [67][68]

La jeune Marion témoigne aprés la mort de son père

Alles fing im Oktober 2007 damit an, dass mein Vater bei einem Berufsaufenthalt in Guatemala nicht mehr normal urinieren konnte. Er wurde notfallmäßig operiert, wobei der Urologe eine Veränderung an der Prostata feststellte. Die Gewebeprobe ergab ein Prostatakarzinom. Mein Vater hatte aber bereits eine Entscheidung getroffen: Er wollte sich nicht medizinisch überbehandeln lassen, wollte sich nicht amputieren lassen, wie er sich ausdrückte und er bezog sich dabei auf die konventionelle Medizin. Er hatte kurze Zeit zuvor einen Therapeuten der Neuen Medizin kennengelernt, und wandte sich nun diesem zu, um sich beraten zu lassen. „Man muss den Konflikt finden“, erklärte der Therapeut. Dann würde alles sich bessern. Und er wolle helfen, „den Konflikt“ zu finden. Mein Vater begann dann, über das Telefon seinem Therapeuten alles Mögliche zu erzählen. Einem Mann, den er ansonsten wenig kannte. Der Therapeut kam bald zum Punkt, die Tochter – ich – der Typ mit dem sie jetzt zusammen ist […] (gekürzt).

Zuerst blieb sein Gesundheitszustand in etwa gleich und er arbeitete bis zum Ende des Arbeitsvertrages im Juni 2008. Dann kamen Rückenschmerzen und Schmerzen in den Hüften. Wir fuhren nach Frankreich zur Hochzeit seiner Schwester, aber es ging ihm zunehmend schlechter. Als wir zurückkehrten, schlief er viel, er hatte Schwierigkeiten mit den Schmerzen umzugehen. Ein Krankenhausbesuch wurde erwogen, um wenigstens zu wissen, was los ist. Er stimmte zu unter der Bedingung: Keine Medikamente, keine Chirurgie, rein gar nichts. Die Doktoren machen Untersuchungen und sprachen von Knochenmetastasen und Krebs. Von da an ging es ihm noch schlechter und er wurde unruhiger. Er konnte auch kaum noch aufstehen. Mama und ich, wir mussten ihm den ganzen Tag über helfen. Schließlich stand er gar nicht mehr auf, er konnte es nicht mehr. Er litt wie ein Märtyrer, aber dies wäre normal, meinte der (NM-)Therapeut. Der Schmerz sei Zeichen einer Heilung. Als Medikament hatte er nur Aspirin, wie man es für Kopfschmerzen nimmt, außerdem pflanzliche Mittel, die ihm der Therapeut verkaufte, sowie Öle, die auf die Zunge geträufelt werden. Im Oktober 2008 schrie er vor Schmerz, er weinte fast ohne Unterlass. Schließlich war es soweit, dass wir ihm rieten, ins Krankenhaus zu gehen. Überraschenderweise stimmte er zu. Es war wegen der Schmerzen schwer, ihn auf die Trage des Krankenwagens zu hieven. Im Krankenwagen erklärte er, dass er Schmerzen habe, weil er sich „in Heilung befinde“. Und er erklärte den Pflegern, was die Germanische Neue Medizin ist. Die im Krankenhaus angebotenen Medikamente wollte er nicht. Er wollte auch nicht therapiert werden, so dass die Ärzte ihn wieder nach Hause entließen. Der Zustand verschlechterte sich weiter, er konnte nicht mehr auf die Toilette, er machte nun in einen Topf, verlor aber auch unkontrolliert Urin. Er litt fürchterlich, aß wenig, beschimpfte uns laufend wegen irgendwelcher Kleinigkeiten. Mein so lieber Vater, der immer so lieb und gutmütig war, veränderte sich völlig. Er wollte sich schließlich von uns trennen, er wollte weg, um zu gesunden, da es mit uns zusammen nicht ginge. In Wirklichkeit waren dies jedoch die Worte des Therapeuten. Im Dezember 2008 stand er nicht mehr auf, rauchte und das in seinem Zimmer. Wir konnten nichts machen, wir hatten alles probiert. Jedes Mal, wenn Mama versuchte ihn zu überzeugen ins Krankenhaus zu gehen, wurde sie angebrüllt. Es war schrecklich. Da Mama arbeiten musste und meine Schule erst gegen 13 Uhr losging, war ich morgens bei Papa, der mich immer früh weckte, weil er Hilfe brauchte. Für Papa hätte ich alles gemacht. Eines Morgens brüllte er meinen Namen, er rief, „Marion hilf mir“. Ich sprang auf und er hatte derartige Schmerzen, dass er ganz weiß im Gesicht war. Die wenigen Muskeln, die ihm geblieben waren, völlig verkrampft. Ich wollte ihm sagen, dass er einen Krankenwagen braucht, aber auch ich wurde zusammengebrüllt: „Glaubst Du, dass das der Moment ist, von eurer Hurenmedizin zu reden, ihr wollt mich wirklich aufregen, du und deine Mutter, ist es das, was ihr wollt? Ich habe Schmerzen, Schmerzen, aber ihr hört nicht auf, von eurer Scheißmedizin zu reden, ich werde gesund ohne sie, ihr werdet schon sehen …“ Dann bekam er eine Phlebitis (Venenentzündung), dagegen aß er Knoblauch. Dann bekam er ein Dekubitalgeschwür von 15 cm Durchmesser und dagegen sollte Spitzwegerich helfen. Gegen ein richtiges Loch am unteren Ende vom Rücken. Januar 2009 wollte er ausziehen, in ein Palliativzentrum gehen, weil er mit uns nicht gesund werden würde. Dabei haben Mama und ich uns jeden Tag um ihn gekümmert, ihm Eis gegen Kopfschmerzen gegeben, das er gegen seine Stirn drückte. Warum er Kopfschmerzen hatte, wusste keiner. Er ließ sich nicht untersuchen. Im Juli 2009 wurde er mit dem Krankenwagen in die Palliativeinrichtung abgeholt. Einen Monat lang wollte er dort nicht von uns besucht werden. Er wollte dort allein sein. Nach nur einem Tag rief uns eine Schwester von dort an und teilte uns mit, dass sein Zustand sich stark verschlechtert habe. Er bewege sich nicht, habe die Augen geöffnet, erkenne aber niemanden mehr, esse und spreche nicht. Ich ging hin, er musste mich erkannt haben, ich habe es gemerkt. Aber er hatte keine Kraft mehr, sein Körper war erschöpft von den Schmerzen. Am nächsten Tag war er immer noch nicht zu einer Reaktion fähig. Wir hatten den Bruder aus Quebec nach Montreal hergebeten, da wir von einem Ende seines Lebens ausgingen. Am Abend sagten wir ihm reihum immer wieder, dass wir ihn liebhaben, dass wir ihn nie vergessen werden. Und jeden von uns hat er angeguckt und angelächelt. Am nächsten Morgen um 6 Uhr tat er seinen letzten Atemzug.

Der Blog von Marion

Weitere Informationen auf Französisch, mit Hinweisen zu den beiden GNM-Behandlern Louise-Marie Bédard und François Leduc: [13]

2009: Susanne Rehklau (Deutschland)

Am Weihnachtstag 2009 starb die zwölfjährige Susanne Rehklau aus Altusried (Oberallgäu) an Krebs. Zum Todeszeitpunkt befand sich das zunehmend abgemagerte Kind zu Hause. Die Erkrankung begann im Juli 2009, es handelte sich um ein Chorion-Karzinom des Ovars (Eierstock). Die Eltern des kranken Mädchens hatten nach einer anfänglichen Therapie jede weitere medizinisch wirksame Behandlung abgelehnt mit der Begründung, sie seien Anhänger der Germanischen Neuen Medizin (GNM). Den Eltern wurde vom Oberlandesgericht München das Sorgerecht entzogen (Bestätigung eines Urteils des Familiengerichts Kempten von Oktober 2009), da das Wohl des Kindes gefährdet sei und die Eltern telefonischen Diagnosen vertrauten. Die Betreuung wurde dem Jugendamt Oberallgäu übertragen. Anlass war die Weigerung der Eltern, ihre Tochter einer Chemotherapie zu unterziehen. Zu dieser Behandlung hatten Ärzte der Universitätsklinik Tübingen geraten.[70] Das Kind erhielt zunächst eine Chemotherapie in der Universitätsklinik Tübingen. Wenig später bekam das Mädchen eine, auf das befallene Organ beschränkte, so genannte regionale Chemotherapie in einer Privatklinik für Onkologie in Burghausen (Medias-Klinik Burghausen). Nach der Therapie verweigerten die Eltern eine weiterführende Behandlung in der Universitätsklinik Tübingen, obwohl die behandelnden Ärzte dort zum damaligen Zeitpunkt von einer Heilungschance von 70% bis 80% ausgingen. Die Eltern wollten ihr Kind lieber nach den Richtlinien der GNM behandeln lassen und eine Ernährungsumstellung (Öl-Eiweißkost nach Johanna Budwig) und Misteltherapie anwenden und lehnten eine Fortsetzung der Chemotherapie ab. Auf die GNM waren die Eltern über das Internet gestoßen. Mit Hamer nahmen sie telefonisch Kontakt auf. Nach dem Gerichtsbeschluss wurde Susanne Rehklau Anfang November am Universitätsklinikum Ulm untersucht. Der Zustand hatte sich erheblich verschlechtert. In seinem Gutachten schreibt der behandelnde Arzt Prof. Steinbach: Durch die erhebliche Therapieverzögerung ist es nun zu einer Erholung des Tumors und zu einem erneuten Wachstum gekommen. Es hatten sich Metastasen gebildet und die Überlebenschancen wurden nun nur noch auf 20% bis 30% geschätzt. Nach Angaben von Steinbach hätte Susanne bei durchgehender Chemotherapie mit großer Wahrscheinlichkeit gerettet werden können. Susanne Rehklau wird im Internet mit den Worten zitiert: Ich nehme im Moment keine Medizin […] Seit ich aus dem Krankenhaus entlassen worden bin, war ich bei keinem Arzt, auch nicht bei Frau Dr. U. […] Mich würde interessieren, ob die Germanische Neue Medizin stimmt, weil nach der werde ich gerade behandelt. Das ist eine Sache, die mich beschäftigt. […] Ich habe zwei Mal mit Herrn Dr. Hamer telefoniert, meine Eltern haben schon oft mit Dr. Hamer telefoniert. Wir haben dem Dr. Hamer Bilder und Unterlagen gefaxt. Der Dr. Hamer hat zu mir etwas von einer Nierenzyste gesagt. Er hat mich gefragt, ob ich einen Badeunfall gehabt habe. Dr. Hamer hat mich auch noch gefragt, ob ich in der letzten Zeit einmal auf den Bauch gefallen bin. Es war so, dass ich im Juni 2009 auf den Bauch gefallen bin. Herr Dr. Hamer hat gesagt, dass sich durch den Badeunfall eine Zyste gebildet hat. Ich war einmal im März 2009 im Kristallbad. Nach Dr. Hamer sollte sich dann der Konflikt gelöst haben, weil ich mich nämlich wieder getraut habe, unter das Wasser zu tauchen, was ich mich früher nicht getraut habe. Dr. Hamer meint, dass durch den Sturz auf den Bauch die Zyste aufgeplatzt sei. Dr. Hamer hat dann auch noch gesagt, dass die Flüssigkeit aus der Zyste in den Bauch gelaufen ist […] Ich möchte keine Chemo machen, weil der Dr. Hamer sagt, es geht mit seiner Medizin anders […] In der Gisunt-Klinik war ich nur einmal zur Kontrolle. Die Gisunt-Klinik hat gesagt, dass sie keine Hyperthermie macht, wenn die Klinik in Tübingen eine Chemotherapie macht. Deswegen konnten wir dort nicht behandelt werden. Jedenfalls habe ich das so verstanden.

Nach Ansichten der Mutter sei ihre Tochter nicht an Krebs gestorben: Es war ihr Auftrag. Es war der Weg, den sie gehen wollte. Und er ist nun zu Ende […] Vielleicht würde ich den Tod nicht mehr so ausgrenzen […] Ich habe aber nicht das Gefühl, dass ich etwas besser oder anders hätte machen können. Ob Susanne mit Chemotherapie noch leben würde, daran denke ich nicht. Es war das Richtige. Es war ihr Weg, den sie gegangen ist.[71] Die Eltern legten auch eine eigene Webseite im Internet an [14]. Dort verlinken sie derzeit (Stand: Januar 2010) auf Webseiten der GNM, Karl Probst, Elektro-Krebs-Therapie (ECT), Amygdalin, Matthias Rath, Johann Georg Schnitzer und den Verein Menschen gegen Krebs von Lothar Hirneise.

Weil der behandelnde Arzt von der Tübinger Klinik um das Leben des Kindes fürchtete, schaltete er Ende September 2009 das Jugendamt Oberallgäu ein und der Fall kam vor das Familiengericht in Kempten. Bei einer späteren Untersuchung an der Uniklinik Ulm stellte sich heraus, dass das Kind Metastasen hatte, und die Heilungschancen wurden dann nur noch auf 20% bis 30% geschätzt.

Hamer schaltete sich aus seinem Asyl in Norwegen aus ein, gab Ferndiagnosen und fragwürdige Ratschläge per Telefon und fertigte unaufgeforderte „Gutachten“, die er an Beteiligte verschickte und mit seinen Verschwörungstheorien ergänzte. Eine baldige „Heilung“ träte ein, verhieß Hamer aus Norwegen. Das Kind habe auch keine Metastasen, lediglich Zysten. Es besteht überhaupt keine Lebensgefahr. Ein ernsthaftes gesundheitliches Problem gibt es ohnehin nicht. Nach Hamer waren alle Konflikte gelöst, und von einer ungünstigen „Konfliktkonstellation“ (laut GNM-Wortwahl) hätte Susanne Rehklau laut Hamer nicht sterben können. Das von Hamer gemachte Heilungsversprechen führte letztendlich zum Abbruch der Therapie und zum Tod des Kindes.

Am 8. November 2009 sprach Hamer in einem „Gutachten“ von einem Tumor am rechten Ovar (Eierstock). Hamer: Bei dem Kind Susanne hat man einen Tumor am Ovar festgestellt. Das Sinnvolle Biologische Sonderprogramm begann mit einem Verlustkonflikt eines Elternteils durch Weggehen. […] Von dort an wuchs im rechten Ovar ein Eierstocks-Karzinom oder Terato-Karzinom. Das bedeutet eine vom Stammhirn gesteuerte Keimzellvermehrung, die die archaische Art der Fortpflanzung beinhaltet. Hamer identifizierte auch einen, zu seiner Ferndiagnose passenden, so genannten Hamerschen Herd: Deshalb sehen wir bei einem Eierstockskarzinom, die ja beim schweren Verlustkonflikt die Art der zusätzlichen Fortpflanzung darstellt einen großen HH im (hier: rechten) Stammhirn (Pons) […] Wäre das linke Ovar betroffen, dann hieße es: „ein gleiches Exemplar dieser Art auf den Weg schicken wollen“. In Hamers „Abschlußgutachen“ vom 24. Dezember 2009 (nach Susannes Tod) heißt es dann jedoch völlig widersprechend: Und obwohl das Ovarial-Ca links (nicht rechts, wie früher angenommen). Hamers „Gutachten“ und Vermutungen basierten also auf einem Irrtum, da das Ovarial-Karzinom in Wirklichkeit auf der linken Seite war. Hamer hatte also alle seine vorherigen Diagnosen von der falschen Annahme abgeleitet, der Tumor sei auf der rechten Seite. Die entsprechende „Konflikt“-Findung (das „Vater zurückhaben wollen“) und der angeblich zu seiner Diagnose passende Hamersche Herd passten in Wirklichkeit nicht zum Konstrukt der GNM.[72]

Als bekannt wurde, dass das Mädchen verstorben war, erklärte Hamer in Deutschen Fernsehen[73], es lägen mysteriöse Umstände vor und Susanne sei im Krankenhaus heimlich ein so genannter Todeschip implantiert worden: Diese Chips werden eingesetzt und haben Giftkammern und sie können per Satellit ausgelöst werden. Das Mädchen sei demnach gezielt umgebracht (ausgeknipst) worden, weil ein angeblicher Erfolg der GNM vertuscht werden sollte. Als „Beweis“ für eine angebliche Chipimplantation wird von seinem Anhänger Helmut Pilhar die Internetseite „i-chip.de“ genannt. In kürzester Zeit lässt sich jedoch feststellen, dass es sich dabei um eine Fake-Seite der Künstlerin Birte Kleine-Benne handelt.

Unterstützt wurde die Familie Rehklau durch die Rechtsanwältin Birgit Steinacker, die die Familie Rehklau beim familiengerichtlichen Verfahren vertrat. Eine Rolle spielte auch der kroatische Arzt und Hulda Clark-Anwender[74] Sasha (Sascha) Tesic[75], der das Kind am 31. Oktober 2009 untersuchte und ein Gutachten im Sinn der GNM erstellte und keine Notwendigkeit einer „schulmedizinischen onkologischen Therapie“ sah und vage Vermutungen über „Existenz-Konflike“, sowie über angebliche Morphium-Anwendungen anstellte.[76]

Sowohl gegen Hamer als auch gegen die Mutter leitete die Staatsanwaltschaft Kempten inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung und der Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht ein. Der Mutter drohen bis zu fünf Jahre Haft.[77]

2009/2010 Familie Seebald (Österreich)

Die Familie Seebald hat vier Kinder. Die Eltern sind beide HIV positiv, verweigern aber eine Therapie. Beide sind AIDS-Leugner, Anhänger der GNM und Impfgegner. Entgegen ärztlichen Auflagen wurde Muriel (Mädchen) zu Hause geboren, und trotz HIV-Infektion der Mutter und dem damit verbundenen Infektionsrisiko voll gestillt. Auch die die Geburt betreuende Hebamme wurde nicht über die HIV-Infektion der Mutter aufgeklärt. Das Mädchen wurde von der Mutter angesteckt und letztes Jahr mit der Diagnose AIDS gegen den Willen der Eltern an der Kinderklinik Uni Graz behandelt. Impfungen wurden den Kindern zusätzlich verweigert. Mittlerweile sind alle Kinder bei Pflegeeltern untergebracht. Muriel erhält eine antiretrovirale Behandlung. Die Eltern versuchten gegen die Entscheidung der Behörden anzugehen. Dabei erhielten sie Unterstützung von Helmut Pilhar und Ryke Geerd Hamer, die verschiedene Schreiben an die Behörden verfassten.

Gegen die Mutter wurde ein Verfahren wegen Körperverletzung mit Dauerfolge, vorsätzliche Gefährdung anderer Menschen mit übertragbaren Krankheiten sowie Verleumdung eingeleitet. Die Verhandlung begann am 8. Juni 2010 in Graz.[78] Die HIV-infizierte Mutter wurde am 6. Juli 2010 vom Grazer Straflandesgericht wegen Körperverletzung zu zehn Monaten Haft auf Bewährung (Österreich: „bedingte Haft“) verurteilt, sie legte Berufung ein.[79] Dieses Urteil wurde im März 2012 durch das Oberlandesgericht Graz wieder aufgehoben. Das neue Urteil lautet 14 Monate bedingte Haft wegen schwerer Körperverletzung, Verbreitung einer übertragbaren Krankheit und Verleumdung. Das Kind muss mit schweren Dauerschäden leben, die möglicherweise mit einer adäquaten Behandlung vermeidbar gewesen wären.[80]

Der Vater der Kinder verstarb bereits am 11. Mai 2010. Zur Todesursache ist noch nichts bekannt.[81]

Kritische Forumseinträge bei ALBA

2007 tauchte ein Beitrag in einem nicht öffentlich einsehbaren, internen Forum von italienischen Hamer-Anhängern auf, der von einem angehenden Onkologen aus Rimini mit Namen E. T. (Name und Anschrift sind bekannt) geschrieben war. In diesem Beitrag zeigte sich der Onkologe nach anfänglicher Neugierde und Interesse für die GNM skeptisch, da ihm bekannt sei, dass bei nicht öffentlich bekannt gemachten GNM-Therapieversuchen an 8 Krebskranken kein einziger überlebt hätte. Einzelheiten wüsste ein Dr. Trupiano des wissenschaftlichen Komitees des Vereins ALBA, fügte er hinzu. Nachdem dieser Beitrag in anderen Foren und in einem Zeitungsartikel öffentlich gemacht wurde, verschwanden über Nacht viele Beiträge im für Nichtmitglieder nicht einsehbaren Forum des GNM-Vereins ALBA. Im Juni 2007 wurde das Forum endgültig geschlossen und dies damit begründet, dass Außenstehende die Kontrolle über das Forum übernommen hätten. Einen Bericht über die Therapieversuche gibt es von Seiten des Vereins ALBA nicht.

Berichte über weitere Todesfälle

Zitate

..“Wenn da wirklich 100 bei mir gestorben wären, die vorher schulmedizinisch vorbehandelt waren, das wäre garnix“..

    (Ryke Geerd Hamer im Interview BR (ARD) 2010)

Quellennachweise

  1. http://www.ariplex.com/ama/ama_ham2.htm
  2. Artikel in „Der Stern“ vom 24. November 1983 Autoren: Teja Fiedler und Cordt Schnippen
  3. Pilhar H: Olivia – Tagebuch eines Schicksals, Amici di Dirk Verlagsgesellschaft, ISBN 3-926755-08-3
  4. http://www.swr.de/report/archiv/sendungen/021118/04/frames.html
  5. Der Spiegel Nr.32, 7. August 1995
  6. http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=9208312&aref=image017/SP1995/032/SP199503201540162.pdf
  7. http://66.39.15.117/News/Presse/1995/19950807_Spiegel_Kampf.htm
  8. TV-Talk-Show „Schmidbauers“ aus dem Münchner Schlachthof, Zenettistraße 9, ausgestrahlt im Bayerischen Rundfunk, III. Programm, am Freitag, 7. Mai 1999 (22:30-23:30 Uhr). Zitate: Schmidbauer: Ist sie geheilt? (gemeint Olivia Pilhar) Dr. Zoubek: Naja, das ist jetzt genau 4 Jahre nach dem Ereignis und der Vater behauptet, dass es schwerst behindert wäre. Das Kind geht in die Schule, ich glaube in die 3. Volksschulklasse. Die Haare sind wieder alle nachgewachsen. Natürlich, wie es dem Kind psychisch geht, das kann niemand wirklich von außen beurteilen. Möglicherweise wird das alles erst später rauskommen. Vom Tumor ist nichts mehr nachzuweisen, und ich glaube und ich hoffe für uns alle, dass das letztendlich doch gut gehen wird für das Kind. Schmidbauer: Ist es klar, dass sie nicht letztlich doch dann schulmedizinisch betreut worden wäre, dass sie dann gestorben wäre? Dr. Zoubek: Der Tumor war zwei Monate, bevor diese Flucht passiert ist, 250 ml groß in der rechten Niere – ein Viertelliter. Und wie die dann zurückkamen, war er 6 Liter und hat im Grunde genommen das Leben dieses Kindes unterdrückt. Er hat dem Kind das Blut und die Luft abgedrückt. Ich habe das Kind gesehen, die Beine waren geschwollen, das Blut konnte nicht mehr zum Herz zurück, die Lunge war zusammengefallen auf der rechten Seite.“
  9. Aussage am 10.7.95 [1]
  10. http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/533340/index.do
  11. Austrian cancer patient’s parents sentenced, in: lancet, 1996 Nov 23;348(9039):1440
  12. Martin Zimper „Das Mädchen Olivia“ Verlag Herbig, 1996 ISBN 3-7766-1970-8
  13. Der Spiegel Nr.32, 7. August 1995 http://66.39.15.117/News/Presse/1995/19950807_Spiegel_Kampf.htm
  14. Zeitschrift Madonna, Ausgabe vom 5. Juli 2008, Seite 28
  15. Bild vom 13. Juli 2008 [2]
  16. http://dr-rykegeerdhamer.com/index.php?option=com_content&task=view&id=363&Itemid=63
  17. Xavier Margarit (Barcelona), El Mundo vom 13. August 1995
  18. http://www.elmundo.es/papel/hemeroteca/1995/08/13/sociedad/59623.html
  19. ORF-Sendung Zur Sache vom 14. September 1997 [3]
  20. http://www.rbb-online.de/_/kontraste/beitrag_jsp/key=rbb_beitrag_3362703.html
  21. http://www.esowatch.com/media/TG/hamer-gabyj.html
  22. http://www.gesundheitstipp.ch/themen/beitrag/1013476/Monika_von_Gunten_40_Tod_der_Zwillingsschwester
  23. Hugo Stamm: Tages-Anzeiger, Zürich 22. April 2003
  24. Gutachten zum Fall Wechselbaum von Prof. Dr. med. hab. Jürgen Dietrich, Leipzig, vom 26. Juli 2004
  25. http://brf.be/nachrichten/regional/223945/
  26. RBB: Kontraste 9. August 2007
  27. http://www.ariplex.com/ama/ama_ham7.htm
  28. Artikel in Giornale di Vicenza vom 19. Mai 2007
  29. http://futurezone.orf.at/stories/1646236/
  30. Michaela Jacubzyk-Eckert bei Ariplex
  31. http://www.mopo.de/2006/20060207/hamburg/politik/hamer_hat_sie_auf_dem_gewissen.html
  32. http://anaximperator.wordpress.com/2009/11/12/video-of-hamer-victim-corinne-thos-removed/
  33. http://seulomonde.canalblog.com/archives/2010/02/09/15761035.html
  34. http://www.youtube.com/watch?v=IKVqgynE4sw
  35. http://www.transgallaxys.com/~italix/articoli/cdm13042007.pdf
  36. http://www.transgallaxys.com/~italix/aldo_de.htm Fall Aldo aus Bergamo
  37. http://grazieperche.blogspot.com/2006_09_01_archive.html
  38. http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-germanische-medizin-ID1263811034754.xml
  39. Zeitungsartikel Mattino aus Padova 19. Mai 2007
  40. Zeitungsartikel Giornale di Vicenza 19. Mai 2007
  41. Zeitungsartikel Giornale di Vicenza 29. Dezember 2007
  42. primumvitae.jpg
  43. Artikel in Tageszeitung Mattino aus Padova vom 19. Mai 2007
  44. Artikel in Giornale di Vicenza vom 19. Mai 2007
  45. Jahresbericht 2004 des Deutschen Kinderkrebsregisters, Universität Mainz
  46. Ansell SM, Armitage JO, Management of Hodgkin lymphoma, Mayo Clin Proc. 2006 Mar;81(3):419-26
  47. Tageszeitung ‚Libero‘ vom 25. September 2007
  48. http://www.libero-news.it/libero/LF_showArticle.jsp?edition=&topic=4921&idarticle=87528124
  49. http://www.dhnet.be/infos/societe/article/291166/morte-a-cause-d-un-marabout-sa-fille-temoigne.html
  50. http://seulomonde.canalblog.com/archives/2010/01/15/16210339.html
  51. http://www.elle.fr/elle/Societe/News/Nathalie-de-Reuck-Des-charlatans-de-la-sante-ont-tue-ma-mere/(gid)/1119026
  52. http://www.dhnet.be/infos/societe/article/291167/ils-promettaient-de-la-guerir.html
  53. http://www.dhnet.be/infos/societe/article/291166/morte-a-cause-d-un-marabout-sa-fille-temoigne.html
  54. http://blogs.rtlinfo.be/faceaface/2010/02/05/nathalie-de-reuck-on-a-tue-ma-mere
  55. http://seulomonde.canalblog.com/archives/2010/01/15/16210339.html
  56. NATHALIE DE REUCK : „DES CHARLATANS DE LA SANTÉ ONT TUÉ MA MÈRE“ Verlag éditions Buchet-Chastel
  57. Titel des RTBF-Berichts: „Mort biologique sur ordonnance téléphonique. (RTBF) (Biologischer Tod auf telefonische Anweisung)“
  58. “Moi, ce qui est certain, c’est que chimio ou radio, je ne le ferais pas. Tu sais, tu peux enlever la tumeur […] pfffft […] si tu n’as pas résolu le conflit, ça continue…”
  59. http://seulomonde.canalblog.com/archives/2010/08/02/18728277.html
  60. Muore di tumore, medico nei guai, Artikel in „il Messaggero Veneto“ vom 14.6.2009, Seite 5. [4]. Tumori, medico a giudizio per omicidio., Artikel in „il Messaggero Veneto“ vom 15.10.2009, Seite 5. [5]
  61. Uccisa dal cancro, accuse allo psichiatra. Lo specialista avrebbe indotto in errore la vittima con la “Nuova medicina germanica, Artikel in „Il Gazzettino di Padova“ vom 7.6.2009, Seite 3 [6]
  62. Psichiatra accusato di omicidio colposo per aver curato con “medicine alternative”., Artikel in „il Messaggero Veneto“ vom 25.1.2010, Seite 1.
  63. http://www.dossierhamer.it/toneguzzi.html
  64. http://www.tv2nyhetene.no/innenriks/helse/46aaring-doede-av-kreft-etter-behandlingsnekt-2691934.html
  65. http://www.tv2nyhetene.no/innenriks/-har-aldri-fraraadet-kreftmedisin-2697643.html
  66. Zeitungsartikel in VG (Verdens Gang) am 25. und 26. März 2007
  67. http://seulomonde.canalblog.com/archives/2010/02/17/16949528.html
  68. http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/showtopic.php?threadid=6076
  69. Quelle: Bayerischer Rundfunk, 18. Januar 2010
  70. Eltern von krebskrankem Mädchen bleibt Sorgerecht weiter entzogen, Artikel in „Allgäuer Rundschau“, 3. Dezember 2009
  71. http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Bayern/Artikel,-An-der-Kreuzung-des-Lebens-_arid,2050249_regid,2_puid,2_pageid,4289.html
  72. http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/showtopic.php?threadid=5857
  73. ARD-Politmagazin report MÜNCHEN (18. Januar 2010 21:45, ARD) [7]
  74. http://www.drclark.net/de/therapists/professionals.php
  75. Praxis Tesic, Dragutina Domjanica 32, 33405 Pitomaca, Kroatien
  76. Zitat Sascha Tesic: Ergänzend zum Gutachten von Dr. Hamer meine ich, dass kein Handlungsbedarf im Sinne einer schulmedizinisch onkologischen Therapie besteht, sehr wohl aber weiterhin schulmedizinische Kontrollen erforderlich sind, sowie Therapiebedarf nach den Kriterien der Germanischen Neuen Medizin bestehen insofern, als dass das Kind sofort in eine für sie (subjektiv) sichere Umgebung verschafft werden sollte und zwar aus folgenden medizinischen Gründen: Das Kind lagert Wasser ein, was nach der Germanischen Neuen Medizin auf einen Existenz-Konflikt (Nierensammelrohre) schließen lässt, wahrscheinlich aufgrund einer Traumatisierung der bisher erfolgten schulmedizinischen sowie juristischen Vorgehensweise. Diese Situation ist für das Wohl des Kindes schnell zu lösen.
  77. Jörg Völkerling: Krebstod einer Zwölfjährigen – Für Vertrauen in Wunderheiler droht Gefängnis. Welt online, 29. März 2010 [8]
  78. http://derstandard.at/1271378386227/Gericht-Mutter-von-HIV-infiziertem-Kind-in-Graz-angeklagt
  79. http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/579159/index.do?_vl_backlink=/home/panorama/index.do
  80. http://steiermark.orf.at/news/stories/2523297/
  81. http://www.seebald.at/

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