Alternativmedizin

Unter Alternativmedizin (zur Etymologie: siehe [1]) versteht man Methoden und Behandlungen, welche nicht von der wissenschaftsbasierten Medizin (auch evidenzbasierte Medizin[2] oder evidence based medicine, EBM) angewendet werden. Vor allem von Befürwortern werden auch die Begriffe Komplementärmedizin, Erfahrungsmedizin und Integrative Medizin benutzt. Im englischen Sprachraum, aber zunehmend auch bei uns, werden komplementär- und alternativmedizinische Verfahren als CAM bezeichnet. Richard Dawkins meinte: „Es gibt keine Alternativmedizin. Es gibt nur Medizin die wirkt und Medizin die nicht wirkt.“[3], eine Sicht, die auch von Tim Minchin in seinem animierten Gedicht „Storm“ geteilt wird.[4]

Edzard Ernst, Professor für Komplementärmedizin an der Universität von Exeter in England argumentiert, dass die Bezeichnung „Complementary and Alternative Medicine“(„CAM“) ein fast sinnloser Überbegriff ist und das Unterscheidungen zwischen diesen Modalitäten gemacht werden müssten. Alle Behandlungen, ob „etabliert“ oder „alternativ“ müssen den selben Standards der wissenschaftlichen Methodik entsprechen. Die „Evidenzbasierte Medizin“ ist ein Ideal, das weder von der etablierten noch von der alternativen Medizin erreicht wurde. Ernst bezeichnet die Beweislage für viele alternative Techniken als schwach, nichtexistent oder negativ, aber gibt an, dass für etwa 20 Behandlungsmethoden Belege vorliegen, speziell für manche Kräuter und Akupunktur – was aber nicht bedeutet, dass die Behandlungsmethoden etabliert sind, speziell nicht weltweit.[5][6]

Das National Center for Complementary and Alternative Medicine NCCAM in den USA definiert komplementär- und alternativmedizinische Therapien als Behandlungen, die anstatt („alternativ“) oder zusätzlich („komplementär“) zu einer konventionellen, etablierten Therapie durchgeführt werden.[7] Eine Behandlung gilt dann als etabliert, wenn die klinische Wirksamkeit in prospektiven, randomisierten Studien zweifelsfrei belegt ist oder eine biologische Rationale die Behandlung als sinnvoll erscheinen lässt. Eine Englisch-Australische Forschergruppe zeigte 2009 mit einem Rechenmodell, dass merkwürdigerweise gerade wenig wenig oder nicht wirksame Methoden die Eigenschaft haben, sich schnell zu verbreiten.[8][9]

Die Begriffe Alternativmedizin und Komplementärmedizin sind daher beschönigend, da sie in der Regel keine wirklichen Alternativen anbieten, sondern nicht oder weniger wirksame, pseudomedizinische Methoden. Das gilt auch für die Bezeichnung Erfahrungsmedizin, mit der die Berufung auf anekdotische Heilerfolge statt auf solide Wirkungsnachweise als positive Eigenschaft dargestellt werden soll.[10] Fast alle alternativmedizinischen Verfahren sind der Pseudomedizin zuzurechnen. In der Regel beruhen die Konzepte der Alternativ- und Komplementärmedizin auf einem Axiom.(eine selbstverständliche Wahrheit, die keinen Beweis benötigt).[11][12]

CAM hat sich zu einem großen Geschäft entwickelt, der weltweite Umsatz wird auf 60 Milliarden U.S. Dollar geschätzt.[8]

Der typische Patient

Der durchschnittliche Patient oder Kunde kann laut Studien durch folgende Eigenschaften charakterisiert werden:[13]

  • jung (30-50 Jahre)[14]
  • höhere Ausbildung
  • schlechtere Gesundheit
  • tendiert dazu politisch „links“ oder „grün“ zu sein[15]
  • relativ hohes Einkommen
  • weiblich
  • eine „ganzheitliche“ Einstellung zur Gesundheit
  • leidet an Angstgefühlen, Rückenschmerzen, chronischen Schmerzen oder Harnwegsproblemen

Anziehungskraft der Alternativmedizin

Für die Beliebtheit von Angeboten außerhalb der wissenschaftsbasierten Medizin wurden einige Faktoren identifiziert.

Menschen die alternative Behandlungen suchten hatten oft extreme Erlebnisse, die ihre Weltsicht veränderten, setzen sich für die Umwelt und Feminismus ein und zeigen Interesse an Spiritualität und persönlichem geistigem Wachstum. Eine Studie stellte fest, dass Unzufriedenheit mit konventioneller Medizin kein entscheidender Faktor für die Verwendung von Alternativmedizin ist. Nur 4,4% der befragten Personen erklärten sich primär auf alternative Therapien zu verlassen. Die Studie folgerte, das Menschen die alternative Gesundheitsversorgung besser zu ihren eigenen Werten, Glauben und philosophischer Einstellung zu Gesundheit und Leben passend finden.[13] Dennoch werden Argumente wie „Heilpraktiker nehmen sich mehr Zeit für den Patienten als Ärzte“ häufig gehört.

Andere Studien fanden, dass Enttäuschung und Misstrauen gegenüber konventioneller Medizin durchaus eine Rolle spielen. Viele Patienten und Kunden finden auch Gefallen an einer mehr oder weniger deutlichen Kritik an „der Schulmedizin“ oder auch „der Pharmaindustrie“, die im alternativmedizinischen Umfeld nicht selten ist. Oft wird auch eine anti-wissenschaftliche Einstellung mit New Age Mystizismus verknüpft. Energisches Marketing und extravagante Behauptungen erzeugen falsche Hoffnungen. Wenn Menschen krank werden, ist jedes Heilversprechen verführend.[16]

Eine Attraktivität kann sich auch aus den typischen Merkmalen pseudomedizinischer Verfahren ergeben, beispielsweise schlichte, anschauliche Erklärungen zum Wirkmechanismus oder das angebliche Fehlen von Nebenwirkungen. Edzard Ernst zeigte mit einer Studie, dass diese Vorstellung falsch ist und tatsächlich Nebenwirkungen auftreten können.[17]

In einem Interview mit der englischen Zeitung „The Independent“ beschuldigte Ernst die Anbieter und die Nachlässigkeit der Ärzte, die die Lücke, in die die alternativen Therapien eingedrungen sind, aufgetan haben:

„People are told lies. There are 40 million websites and 39.9 million tell lies, sometimes outrageous lies. They mislead cancer patients, who are encouraged not only to pay their last penny but to be treated with something that shortens their lives. „At the same time, people are gullible. It needs gullibility for the industry to succeed. It doesn’t make me popular with the public, but it’s the truth.“[18]

Deutscher Markt

In Deutschland ist ein Anstieg der CAM-Anbieter zu verzeichnen. Von 1993 bis 2000 stieg die Anzahl der Heilpraktiker als wichtigster, nichtärztlicher CAM-Beruf um 90% (von 11/100.000 auf 21/100.000 Einwohner). Die ärztlichen CAM-Qualifikationen erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 125% (von 19/100.000 auf 43/100.000).[19] 65% der Bevölkerung und fast alle Krebspatienten nutzen die Dienste von CAM mindestens ein mal pro Jahr.[6]

Jährlich werden in Deutschland pflanzliche Heilmittel für rund zwei Milliarden Euro verschrieben und rund neun Milliarden Euro für komplementär- und alternativmedizinische Verfahren ausgegeben (Stand 2006).[20] Fünf Milliarden Euro davon zahlen die Patienten selbst. Vier Milliarden Euro erstatten die Krankenkassen. 40.000 Ärzte bieten entsprechende Therapien an.[21]

Eine weitere Schätzung ergibt, dass in Deutschland der Gesamtumsatz der Branche bei etwa 20% der gesamten Wellnessbranche liegt, die jährlich etwa 50 Milliarden Euro umsetzt.[22]

Amerikanischer Markt

Eine Umfrage 2008 unter Amerikanischen Krankenhäusern durch das „Health Forum“, eine Tochter der American Hospital Association, stellte fest, dass mehr als 37% der antwortenden Krankenhäuser angaben eine oder mehrere alternativmedizinische Therapien anzubieten, was einen Zuwachs von 26,5% seit 2005 darstellt. Mehr als 70% der Krankenhäuser, die CAM Therapien anboten, befanden sich im städischen Bereich.[23]

Für das Jahr 2007 gibt das National Health Statistic Report in einem Artikel vom 30. Juli 2009[24] an, dass amerikanische Patienten 33,9 Milliarden Dollar für CAM-Leistungen und Produkte ausgegeben haben. Auf die Homöopathie entfielen 3 Milliarden, auf Qigong 4 Milliarden. Bei dieser Summe sind Ausgaben für Nahrungsergänzungsmittel mit Vitaminen und Mineralstoffen nicht enthalten.[25] 1997 wurden in den USA für Komplementärmedizin 36 bis 47 Milliarden US-Dollar ausgegeben. Davon wurden 12 bis 20 Milliarden USD aus eigener Tasche für Komplementär-Therapeuten eingesetzt.[26] Dies entspricht der Hälfte der aus eigener Tasche ausgegebenen Summe für eine ärztliche Dienstleistung.

Eine Studie stellte fest, dass im Jahr 2002 27 Milliarden US-Dollar für komplementär- und alternativmedizinische Verfahren durch die Konsumenten selbst ausgegeben wurden.[27] Nach einer weiteren Studie wurde in den USA 1987 viermal mehr Geld für Komplementärmedizin ausgegeben als für die gesamte Krebsforschung.[28] 1981 erzielte Laetrile, ein damals populäres, unwirksames, alternatives Krebsmedikament aus Aprikosenstein-Extrakt, einen Umsatz von 2 Milliarden US-Dollar. Im gleichen Zeitraum wurde für Chemotherapie 0,2 Milliarden US-Dollar ausgegeben.

Forschung

Forschungsgelder für den Bereich der Alternativmedizin stammen in Deutschland zu einem großen Teil von privaten Stiftungen wie:

  • Karl und Veronica Carstens-Stiftung (27 Mio. Euro). Im Mai 2008 sponserte sie mit 1,5 Mio. Euro die Stiftungsprofessur für alternative Medizin an der Berliner Charité.
  • Krupp-Stiftung
  • Kneipp-Stiftung
  • Gerhard Kienle Stiftung
  • Erich Rothenfußer Stiftung

Aber auch Hersteller von alternativmedizinischen Präparaten finanzieren Forschung auf diesem Gebiet. Bionorica und Schwabe haben Forschungsetats von 17 und 25 Mio. Euro. Zwar lassen sich Substanzen, die in der Natur (etwa Pflanzen) vorkommen, nicht patentieren, spezielle Zubereitungen hingegen schon.

Das staatliche National Center for Complementary and Alternative Medicine(NCCAM) hat in den USA ein jährliches Budget von 2,5 Milliarden US-Dollar, finanziert durch den Staat und hat bisher 2,5 Millarden Dollar fpr die Untersuchung von CAM Therapien verwendet.[29][30] Das NCCAM Budget wurde kritisiert, da es trotz der Dauer und Intensität der Studien bisher keine einzige CAM Therapie durch wissenschaftliche Beweise gedeckt werden konnte.[31][32] R. Barker Bausell, ein Experte für Forschung und Autor von „Snake Oil Science“ (Quacksalberwissenschaft) kritisiert, dass „politisch korrekt wurde Unsinn zu untersuchen“.[33]

Wallace Sampson, ein Redakteur des magazins „Scientific Review of Alternative Medicine“ und Professor an der Universität Stanford für Medizin schrieb dass CAM die „Propagierung des Absurden“ sein, basierend auf dem Beispiel, dass Alternative und Komplementäre Medizin als Ersatzbegriff für Quacksalberei,Dubiosität und Unplausibilität geworden sei und das CAM Widersprüche entgegen Vernunft und Experimenten ignoriert.

Zur Zeit (2010) geben das amerikanische „National Center for Complementary and Alternative Medicine“ (NCCAM) und das „Office of Cancer Complementary and Alternative Medicine“ (OCCAM) zusammen pro Jahr 240 Millionen US Dollar der NIH-Behörde aus.[34]

Kritik

Anwender alternativmedizinischer Methoden berufen sich bei der Frage nach einer Wirksamkeit häufig lediglich auf ihre eigene Erfahrung, die sich auf die selektive Auswahl bestimmter eigener Wahrnehmungen in der Vergangenheit bezieht. Derartige retrospektive Betrachtungen haben jedoch keinen beweisenden Charakter. Auch die gelegentlich zu hörende Argumentation Wer heilt hat Recht ist nicht zielführend, da er fast immer eine Verwechslung von Kausalität mit Korrelation aufgrund anekdotischer Erlebnisse oder Berichte ist. Anders ausgedrückt, die Erkrankung könnte statt durch homöopathische Globuli auch genau so gut „von selbst“ verschwunden sein.

Der Begriff einer postulierten und unscharf formulierten „Ganzheitlichkeit“ (meist verbunden mit „von Körper, Geist und Seele“) bleibt innerhalb der Alternativmedizin ein reines Versprechen, das auf Grund des zeitlichen oder finanziellen Bedarfs auch nur schwer umzusetzen wäre (siehe Ganzheitlichkeit nach Issels).

Gefahrenpotential

Die Alternativmedizin birgt Gefahren und Risiken[35][36][37]:

  • Ablehnung effektiver Diagnostik oder Therapie zu Gunsten von pseudomedizinischen Methoden ohne Wirksamkeitsnachweis, mit der Folge einer Verschleppung einer Krankheit, oder dem Erscheinen vermeidbarer Symptome
  • Fehldiagnosen aufgrund mangelhafter medizinischer Ausbildung von in der Alternativmedizin Tätigen
  • Verschlechterung der Therapieaussichten durch vergebliche pseudomedizinische Bemühungen
  • Entstehung von Schuldgefühlen bei Misserfolg, sich selbst oder Angehörigen gegenüber
  • Psychische oder finanzielle Ausbeutung aufgrund eines Heilangebots, das sektenartige Strukturen aufweist
  • Entstehung einer psychischen Abhängigkeit bis hin zur Heilersucht
  • Todesfälle oder körperliche Schäden durch nicht geeignete Verfahren

In einer im Dezember 2010 veröffentlichten Studie des Royal Children’s Hospital in Melbourne wurden 39 Fälle untersucht, bei denen Kinder nach alternativmedizinischen Behandlungen zu Schaden kamen. In 30 Fällen konnte ein Zusammenhang zwischen der Schädigung der Patienten und dem Einsatz alternativmedizinischen Therapieansätzen beziehungsweise der Verweigerung der von den Ärzten verordneten Medikamente hergestellt werden. Vier der Kinder starben, weil die Eltern medizinische Therapien verweigerten. Ein acht Monate alter unterernährter Säugling erlag einem septischen Schock, nachdem er seit dem 3. Lebensmonat wegen einer vermeintlichen Verstopfung auf eine “naturopathische” Reismilchdiät gesetzt worden war. Ein 10 Monate alter Säugling starb ebenfalls an einem septischen Schock, nachdem er wegen eines chronischen Ekzems auf eine restriktive Diät gesetzt worden war. Ein weiteres Kind starb nach mehrfachen epileptischen Anfällen, nachdem die Eltern die antiepileptischen Medikamente aus Angst vor Nebenwirkungen abgesetzt und das Kind mit alternativmedizinischen Mittelchen behandelt hatten. Das vierte Kind erlitt tödliche Blutungen, weil die Eltern die Therapie mit Gerinnungsfaktoren zugunsten einer komplementärmedizinischen Behandlung verweigert hatten.[38][39]

Einschüchterungsversuche und Aktivitäten gegen Kritiker

Personen oder Institutionen, die die Alternativmedizin kritisch betrachten und auf den pseudomedizinischen Charakter hinweisen, müssen auch mit persönlichen Angriffen rechnen. So wurden zwei Frauen, die auf einer Veranstaltung von Helmut Pilhar zur Germanischen neuen Medizin in Frankfurt kritische Fragen zu dem Verfahren stellten, von glatzköpfigen Herren „nach Hause“ begleitet. Die zwei Frauen mussten die Polizei zu Hilfe holen. Auch wollten Frischzellentherapeuten einem Kritiker gerichtlich verbieten lassen, gegenüber der Presse auf Anfrage seine Beurteilung der Frischzellentherapie mitzuteilen.[40] Ein weiteres Beispiel sind Zivilklagen gegen das Projekt Paralexx, die zur dessen zeitweiser Einstellung führten.

Die Stiftung Warentest wollte ein Buch mit kritischer Analyse und Bewertung von Natur- und Alternativmedizin herausgeben. Die Zeitschrift Stern nahm die Chance für eine Vorveröffentlichung auf: Krista Federspiel, eine der beiden Autorinnen, und ihr Kollege Hans Weiss boten an, eine „Wallraffiade“ durch diese Szene zu unternehmen und sich von je zehn Naturheilern eine Diagnose erstellen zu lassen. Der Stern garantierte eine großzügige Bezahlung für die Reportage und forderte einen zweiten Teil an, in dem von Alternativmethoden Geschädigte namentlich vorgestellt werden sollten. Zum Nachweis, dass die Journalisten tatsächlich bei den Naturheilern waren, hielt ein Fotograf das Geschehen fest. Jeder besuchte Heiler dichtete den Probanden mehrere Krankheiten an: Insgesamt wurden 38 verschiedene Krankheiten sowie eine Unzahl von Störungen und Allergien attestiert und mehr als 130 Medikamente verschrieben. Als die Reportage „Wunderheiler und Krankbeter“ im Stern 49/1991 zu lesen war, löste die darin erhobene Kritik so viel Empörung und massive Proteste von Heilpraktikern aus, dass die Redaktion aus Angst vor Leserverlust die Veröffentlichung des zweiten Teils scheute und ihn schließlich ganz absagte. Man gab die Rechte an die Autoren zurück.[41]

In einer Sendung des ZDF vom 5. September 2007 mit dem Titel „Heilen mit dem Nichts?“ berichtete der Journalist Joachim Bublath über wissenschaftliche Erkenntnisse zur Homöopathie (unter anderem über eine Analyse des renommierten The Lancet[42]), die eine etwaige Wirksamkeit dieser umstrittenen Methode gegenüber Placebos in Frage stellte. Die Folge waren Aufrufe von Homöopathie-Befürwortern zum spamming und das ZDF kuschte, indem es die Webseiten mit den zitierten Lancet-Angaben löschte.[43][44]

Literatur

(Deutsch)

  • Shermer M. und Lee Traynor: Heilungsversprechen – Alternativmedizin zwischen Versuch und Irrtum, Skeptisches Jahrbuch III, Alibri, 2004, ISBN 3-932710-86-X
  • Ullmann Christian: Fakten über die „andere Medizin“. Augsburg: Foitzick 2006
  • Lambeck Martin, Irrt die Physik?: (2003) Über alternative Medizin und Esoterik, Beck Verlag
  • Heyll Uwe, Wasser, Fasten, Luft und Licht: Die Geschichte der Naturheilkunde in Deutschland, (2006) Campus Verlag
  • Goldner C: Alternative Diagnose- und Therapieverfahren: Eine kritische Bestandsaufnahme. Alibri 2008 ISBN-10: 3865690432
  • Federspiel K., I. Lackinger-Karger: Kursbuch Seele. Köln: Kiepenheuer & Witsch 1996 (544 S.)
  • Beyerstein B.L.: Warum falsche Therapien zu wirken scheinen. In Shermer/Traynor (s. u.)
  • Harder Bernd: Stimmt es, dass Recht hat, wer heilt? Skeptiker 2/07, 74-75
  • Much Theodor: Der veräppelte Patient?: Alternativmedizin zwischen (Aber-)Glauben und Wissenschaft. Verlag: EDITION VA bENE, Klosterneuburg; 2003. ISBN-10: 3851671430
  • Oepen I.: An den Grenzen der Schulmedizin. Eine Analyse umstrittener Methoden. Köln: Dt. Ärzte-Verlag 1985
  • Oepen I., O. Prokop (Hrsg.): Außenseitermethoden in der Medizin. Ursprünge, Gefahren, Konsequenzen. WBG 1989
  • Oepen I. (1993): Unkonventionelle medizinische Verfahren, Stuttgart.
  • Oepen I., Amardeo Sarma (Hrsg.)(1998): Paramedizin – Analysen und Kommentare, Muenster.
  • Oepen I., R. Scheidt: Wunderheiler heute. Eine kritische Literaturstudie. München: Zuckschwerdt 1989
  • Siebert A.: Strafrechtliche Grenzen ärztlicher Therapiefreiheit. Berlin: Springer 1983
  • Weber Tobias: Christian Ullmanns „Fakten über die andere Medizin“. Skeptiker 19 (3/06) 103-106

(Englisch)

  • Randi J.: Flim-Flam! Buffalo: Prometheus 1982, chapter 9 (The medical humbugs)
  • Stalker D., C. Glymour (eds.): Examining holistic medicine. Buffalo: Prometheus 1985
  • R. Barker Bausell: Snake Oil Science. The Truth about Complementary and Alternative Medicine, B&T, 2007
  • Margaret Thaler Singer und Janja Lalich: (1996) „Crazy“ Therapies – What are they? Do They Work? San Francisco: Jossey-Bass Publishers, 1996
  • Ernst E.: The Desktop Guide to Complementary and Alternative Medicine. An evidence-based approach. Mosby, Harcourt Publishers Limited 2001
  • Ernst E. How to get rich quickly with ‚alternative‘ medicine Skeptical Inquirer 2009, Mar-Apr S. 57
  • Singh Simon, Ernst Edzard, Trick or Treatment: The Undeniable Facts about Alternative Medicine, (2008) Random House
  • Ben Goldacre, Bad Science: Quacks, Hacks, and Big Pharma Flacks, Faber & Faber; ISBN 978-0865479180

Siehe auch: Helsana-Studie

Weblinks

Quellenangaben

  1. „alternativ“: etymologische Bedeutung. Adj. „eine zweite Möglichkeit bildend“. In lateinischer Form begegnet das Adverb alternative (vgl. mlat. alternativus Adj.) seit dem 15. Jh. in dt. Texten. Mit beginnendem 18. Jh. wird das auslautende -e aufgegeben und adjektivischer Gebrauch möglich. Zugrunde liegt lat. alternus „abwechselnd“. Ableitung von lat. alter „der eine von zweien, der andere“. – Alternative für „Entscheidungszwang zwischen zwei Möglichkeiten.“ Zuerst in lat. Form Alternativa (Leibniz 1670); danach gewinnt das Wort mit deutscher Endung (wohl unter Einfluss von gleichbed. frz. alternative) rasch an Verbreitung. Quelle: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 5. Auflage 2000. München: DTV
  2. Die Bezeichnung Evidenz wird in Zusammenhang mit Medizin auf die Bedeutung von evidence(Beweis) im Englischen bezogen, welche nicht mit der von Evidenz im Deutschen übereinstimmt. Eine sinngemäßere Übersetzung wäre vielleicht „beweisbasierte Medizin“
  3. Dawkins, Richard (2003). A Devil’s Chaplain. United States: Houghton Mifflin. p. 58. ISBN 978-0-618-33540-4.
  4. Storm!!!!!!!!, by Tim Minchin, April 8, 2011, abgerufen am 4. Juni 2011
  5. Cosmo Learning: Alternative medicine, abgerufen am 4. Juni 2011
  6. 6,0 6,1 GWUP-Tagung in Wien, zweiter Tag: Homöopathie und der Mozart-Effekt, Florian Freistetter, ScienceBlogs, abgerufen am 4 Juni 2011
  7. What Is Complementary and Alternative Medicine?, National Center for Complementary and Alternative Medicine NCCAM, abgerufen am 3. Juni 2011
  8. 8,0 8,1 Tanaka MM, Kendal JR, Laland KN (2009) From Traditional Medicine to Witchcraft: Why Medical Treatments Are Not Always Efficacious. PLoS ONE 4(4): e5192. doi:10.1371/journal.pone.0005192
  9. Quack remedies spread by virtue of being useless, New Scientist, May 01, 2009
  10. complementary medicine im Skeptic Dictionary, abgerufen am 4. Juni 2011
  11. So genannte „alternative“ Behandlungen der ADHS, Götz-Erik Trott, December 17, 2008 page 10
  12. axiom. Dictionary.com. Dictionary.com Unabridged. Random House, Inc. http://dictionary.reference.com/browse/axiom (abgeholt: 3. Juni 2011).
  13. 13,0 13,1 Astin JA (May 1998). „Why patients use alternative medicine: results of a national study“. JAMA 279 (19): 1548–53.
  14. Richardson MA, Ramirez T, Palmer JL (2000): Complementary/alternative medicine use in a comprehensive cancer center and the implications for oncology. J Clin Oncol 18: 2505-2514
  15. Lee MM, Lin SS, Wrensch MR (2000): Alternative therapies used by women with breast cancer in four ethnic populations. J Natl Cancer Inst 92: 42-47
  16. Beyerstein BL (March 2001). „Alternative medicine and common errors of reasoning“. Academic Medicine 76 (3): 230–7.
  17. Complimentary Medicine, N. C. Abbot, A. R. White & E. Ernst, Nature 381, 361 (30 May 1996), doi:10.1038/381361a0
  18. Complementary therapies: The big con?, The Independent, 22. April, 2008, abgeholt 4. Juni, 2011
  19. Susanne Weinbrenner, MPH FG Management im Gesundheitswesen, Technische Universität Berlin
  20. Anja Achenbach: Millionenmarkt Naturheilkunde. In: Financial Times, 21. Januar 2009
  21. http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&id=57593 Deutsches Ärzteblatt 104, Ausgabe 46 vom 16. November 2007
  22. Horst Klinkmann, Third National Conference for Health Economics (Rostock), 2007
  23. Latest Survey Shows More Hospitals Offering Complementary and Alternative Medicine Services, Press Release, American Hospital Association, accessed June 4, 2011
  24. Richard L. Nahin, Patricia M. Barnes, Barbara J. Stussman, Barbara Bloom. NHSR, Number 18 n July 30, 2009. Costs of Complementary and Alternative Medicine (CAM) and Frequency of Visits to CAM Practitioners: United States, 2007
  25. http://www.quackometer.net/blog/2009/07/what-would-34-billion-of-quack-money.html
  26. Eisenberg DM, Davis RB, Ettner SL, Appel S, Wilkey S, Van Rompay M, Kessler RC. Trends in alternative medicine use in the United States, 1990–1997: results of a follow-up national survey. JAMA 1998;280:1569–75
  27. Curt G.A.: Introduction: Complementary and Alternative Medicine in Cancer Treatment. Sem Oncol 2002; 29: 529-530
  28. McGinnis L.S.: Alternative therapies, 1990. An overview. Cancer 1991; 67 (6 Suppl): 1788-1792
  29. The AP shoots and scores again, scienceblogs.com
  30. Research Results NCCAM
  31. Scientists Speak Out Against Federal Funds for Research on Alternative Medicine, David Brown, Washington Post, March 17, 2009
  32. Why the National Center for Complementary and Alternative Medicine (NCCAM) Should Be Defunded, Wallace I. Sampson M.D., Quackwatch, December 2002
  33. $2.5 billion spent, no alternative cures found, msnbc.com
  34. Salzberg S. Save taxpayer $$$: Eliminate alternative medicine research. Forbes.com, 18. Juni 2010 [1]
  35. Markman M (2002): Safety issues in using complementary and alternative medicine. J Clin Oncol 20: 39-41
  36. http://sekten-info-nrw.de/index.php?option=com_content&task=view&id=59&Itemid=36
  37. http://www.eurekalert.org/pub_releases/2010-12/bmj-cmc122210.php (engl.)
  38. http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/44039/Paediatrie–Tod-nach-Alternativmedizin.htm
  39. http://adc.bmj.com/content/early/2010/11/24/adc.2010.183152.short?q=w_adc_ahead_tab (engl.)
  40. LG Stuttgart AZ 17 0 289/76 Streitwert 500.000 DM
  41. http://kritischgedacht.wordpress.com/2007/12/25/sanfte-alternative/
  42. Are the clinical effects of homoeopathy placebo effects? Comparative study of placebo-controlled trials of homoeopathy and allopathy, The Lancet, 2005
  43. http://www.promed-ev.de/modules/news/article.php?storyid=110
  44. http://www.bdhn-ev.de/uploads/media/Die_modernen_Wunderheiler.pdf abgerufen am 13. Juni 2011
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